Freitag, 25. Juli 2014
Der Nazi im Buss ( Geschichte für Erwachsene)
Der
Nazi im Bus
Anna
Frontzeck
Ich
steige in den Bus M29 in Kreuzberg und schlängle mich an den
Fahrgästen vorbei den engen Mittelgang entlang. In der Mitte des
Busses sitzt ein Nazi mit seinem Kampfhund. Der Kampfhund trägt, wie
es das Gesetz vorsieht, einen Maulkorb. Der Nazi hat eine Glatze und
trägt eine Bomberjacke.
Ich weiß
sofort “Das ist ein Nazi”. Der lebt wahrscheinlich in Hellersdorf
oder einem anderen Randbezirk Berlins, wo Nazis halt so leben, und
wohnt in einer Wohnung im Plattenbau. Nachts trifft er sich mit
seinen Saufkumpanen, und sie ziehen gemeinsam durch die Straßen, um
Ausländern das Leben schwer zu machen. Tagsüber arbeitet mein Nazi
in einem ordentlichen deutschen Betrieb und macht dort nicht nur die
Schwerst-, sondern auch die Drecksarbeit. Seinen Kampfhund hat er zum
Töten abgerichtet, und zum Frühstück frisst der Hund und
wahrscheinlich auch sein Besitzer kleine, wehrlose Kurdenkinder, die
hier in illegaler Beschäftigung Zwangsarbeit machen.
“Ja,
so einer ist das!”, sage ich mir und nicke innerlich mit dem Kopf.
Wahrscheinlich
heißt mein Nazi mit Vornamen Heinz, Karl oder Paul und mit Nachnamen
Meier oder Schmidt. Seine Freundin hat blonde Haare und blaue Augen
und färbt sich die Haare zur Betonung des reinen Arischen gleich
noch ein bisschen blonder. Beim Sex murmelt sie so Sachen wie “Heinz,
mein Führer!” oder “du strammer, starker Deutscher!” und
serviert dem Heinz geflissentlich ein gekühltes Berliner zum
abendlichen Fußballspiel. Heinz ist Herthafan und findet Volkswagen
klingt zu kommunistisch. Außerdem hat Heinz tierische Angst vor der
Arbeitslosigkeit. Früher hat Heinz oft als Security gearbeitet und
beim Gebäudeschutz mit seinen Kollegen so richtig den Mann
raushängen gelassen. Heinz findet die Politik greife nicht richtig
durch und dass die deutsche Grenze wieder richtig geschützt werden
müsse. Zu seinem fünften Geburtstag hat Heinz von seinem Vater
einen Baseballschläger geschenkt bekommen. Den hält er bis heute in
Ehren. Heinz Vater, so denkt Heinz, wusste noch, was Ordnung ist.
Ich
beobachte Heinz, den Nazi, von meinem Sitzplatz aus. “Ja, ich weiß,
was das für einer ist!”, denke ich stolz und selbstzufrieden. “Der
Heinz”, denke ich, “ist so ein richtiger Nazi.”
Früher
als Heinz klein war, wollte er unbedingt zur Polizei. So ein
richtiger Held wollte er sein. Einer, der die Welt zusammenhält und
der dem schwachen Geschlecht Bewunderungsrufe entlockt.
Später
ging er dann zum Bund, um seinem Vaterland zu dienen. Jeder weiß, so
dachte sich Heinz, dass Zivildienst etwas für Schwuchteln, Stricher
und Vaterlandsverräter ist. Das Essen beim Bund fand Heinz ganz
vorzüglich.
Am
Samstag geht Heinz zum Boxen, um seinen deutschen Körper zu stählen.
Am Sonntag rasiert sich Heinz seine Haare und trifft sich mit seinen
Parteikameraden. Heinz wählt die NPD, und wenn es die Zeit zulässt,
gehen er und seine Freundin zu den bundesweiten Demonstrationen.
Politik, findet Heinz, ist eigentlich nichts für Frauen, deswegen
verbietet er seiner Freundin auch, zu den wöchentlichen
Parteitreffen zu gehen. Es muss schon alles seine Ordnung haben,
denkt sich Heinz.
Ich
beobachte Heinz von meinem Platz aus und hoffe, dass er mir nicht
ansieht, wie linksliberal ich bin. Heinz, so denke ich, würde mir,
wenn er wüsste, den totalen Krieg erklären und mir mit seinem
Baseballschläger den Kopf einschlagen. Zuerst würde er allerdings
seinen Kampfhund auf mich hetzen. Ich mache mich auf meinem Sitzplatz
etwas kleiner und hoffe, dass es nicht zum Blickkontakt kommt.
“Wie
kann man nur so intolerant sein wie der Heinz?”, denke ich mir und
schüttle mich innerlich vor Abneigung.
Was
macht so einer wie der Heinz überhaupt in Kreuzberg?
Mein
Blick wandert zu seinen Füßen, und ich entdecke erleichtert, dass
Heinz die schwarzen Springerstiefel mit den weißen Schnürsenkeln
heute gegen Turnschuhe eingetauscht hat. Alles andere wäre auch viel
zu auffällig. Wahrscheinlich, denke ich, arbeitet Heinz undercover
für die Anti-Antifa und ist nur in Kreuzberg, um die Lage
auszuspionieren. Heinz ist hier, um herauszubekommen, wie viele
Antifaschisten es in Kreuzberg gibt und ob sich ein Anschlag auf die
soeben fertiggestellte Moschee am Görlitzer Bahnhof lohnt.
Ich
werde wütend über soviel Dreistigkeit und ärgere mich darüber,
dass keiner der anderen Fahrgäste Heinz zu bemerken scheint. Wo ist
die verdammte Antifa, wenn man sie braucht?
“Der
Heinz, der kann mir nichts vormachen.”, denke ich. “So ein
verdammter Nazi!”, denke ich. “Und das in Kreuzberg”, denke
ich. “Da muss doch irgendwer etwas tun.”, denke ich.
An der
nächsten Haltestelle steigt eine ältere deutsche Dame in den Bus.
Heinz steht auf und bietet ihr seinen Sitzplatz an. Aber mir kann er
nichts vormachen, der Heinz. Wäre die Dame Türkin gewesen und hätte
ein Kopftuch getragen, so wäre der Heinz einfach auf seinem Platz
sitzen geblieben. Für eine Ausländerin hätte der sich bestimmt
nicht bewegt. “So ein Arschloch!”, denke ich und “Typisch
Nazi!”, denke ich, „Das kann doch nicht sein, dass dieser Nazi
hier in Kreuzberg unbehelligt durch die Gegend laufen kann.“
Die
nächste Station ist meine. Ich drängle mich an den anderen
Fahrgästen vorbei zur Tür und bleibe genau vor Heinz stehen. Die
Tür öffnet sich, ich hebe den Kopf und schaue Heinz direkt in die
Augen. Ich hole tief Luft, und dann höre ich mich sagen: “Nazis
raus aus Kreuzberg!” Schnell steige ich aus dem Bus, und die Tür
schließt sich hinter mir. Heinz starrt mir durch die Fensterscheibe
nach, den Mund vor Verwunderung halb offen. “Dem hab ich's
gezeigt!”, denke ich und “Endlich hat mal einer was getan!” -
“Mit uns nicht!”, denke ich und fühle mich ein bisschen wie
Robin Hood.
Heinz,
der eigentlich Joachim heißt, steht im M29 und starrt der Person
hinterher, die gerade den Bus verlassen hat. “Nazis raus aus
Kreuzberg!” dröhnt in seinem Kopf. Verdattert schaut er auf die
Leine an seinem Handgelenk und betrachtet den Kampfhund zu seinen
Füßen.
Wieso
hat er sich bloß dazu bereit erklärt, mit dem Hund seiner Nachbarin
zum Tierarzt zu gehen? Hat er nicht mit seinem Studium bereits genug
zu tun? Nächste Woche beginnen die Semesterferien, und er muss sich
dringend auf die darauf folgenden Prüfungen vorbereiten. Joachim
studiert Sozialwissenschaften.
“Nazis
raus aus Kreuzberg!”, hat diese Frau zu ihm gesagt. Joachim
schüttelt den Kopf. Seit 20 Jahren lebt er in Kreuzberg, aber so
etwas ist ihm noch nie passiert. Er streicht sich mit seiner freien
Hand über die frisch rasierte Glatze. “Diese blöde Wette!”,
denkt er. Bis gestern hatte Joachim noch schulterlange, braune Haare.
Eine Wette mit seinen Studienkollegen hat dazu geführt, dass er sie
sich kurz rasieren musste.
Der Hund
zu seinen Füßen bewegt sich unruhig. An der nächsten Station
steigt Joachim aus und zieht den störrischen Hund hinter sich her.
Er ärgert sich über sich selbst und seine Nachbarin. Irgendwie
schafft sie es immer wieder, ihn zu Dingen zu überreden, die er
eigentlich gar nicht machen will.
Beim
Tierarzt angekommen setzt sich Joachim in das Wartezimmer, in dem
außer ihm noch eine junge Frau mit einer Katze sitzt. Sie ist
ungefähr 30 Jahre alt, und ihre Kleidung wirkt teuer und gut
gepflegt. Ihr Äußeres macht einen leicht peniblen Eindruck. Sie
scheint unruhig zu sein und schaut in regelmäßigen Abständen immer
wieder auf die Uhr. “Wahrscheinlich”, schlussfolgert Joachim,
“hat sie im Anschluss noch einen dringenden Geschäftstermin.” So
eine wie die lebt bestimmt in einer Vier-Zimmer-Wohnung in Prenzlauer
Berg, ist alleinstehend und aus München oder Nürnberg hergezogen.
Die Frau
knibbelt nervös an ihren sauber lackierten Fingernägeln und murmelt
der Katze beruhigende Worte zu.
“Mehr
der Katzentyp. Eigentlich ganz süß. Die hat bestimmt keine Probleme
vor großen Menschenmassen Vorträge zu halten” Joachim denkt mit
Grauen an das Referat, das er bald halten muss. Auf Joachim wirkt die
Frau wie eine dieser erfolgreichen Geschäftsfrauen, die sich außer
um sich und ihre Katze um nichts kümmern muss. “Ihr Konto ist
bestimmt kein Anlass zur Sorge”, denkt Joachim.
Zum
Frühstück isst diese Frau bestimmt ein Müsli und einen Joghurt und
abends nach diversen Geschäftstreffen geht sie ins Fitnessstudio
oder zum Yogakurs. Joachim beneidet diese Frau ein wenig um ihren
straigthen Lebenswandel und denkt kurz, wie gerne er mit ihr tauschen
würde. Bestimmt hat sie ihren Magister in Marketing oder Design mit
Bravour bestanden und auch sonst nicht viele Probleme.
Bestimmt
würde eine wie die nie mit mir reden, und so unsicher wie ich wäre
sie auch nicht, denkt Joachim und schaut an sich herunter, betrachtet
die Bomberjacke, die er sich von einem Freund geliehen hat und starrt
den Hund seiner Nachbarin an.
“Der
Nächste, bitte.”, sagt die Sprechstundenhilfe, und die junge Frau
und ihre Katze verlassen den Raum.
Sybille
betritt die Praxis des Tierarztes. Sie ist ein bisschen nervös und
hat außerdem heute noch so viel zu erledigen. Sie hofft, dass sie
den Termin beim Tierarzt möglichst schnell hinter sich bringen kann.
Die Kinder sind heute bei ihrer Mutter, und sie muss noch zu einem
Vorstellungstermin. Das Leben als Alleinerziehende ist nicht einfach,
denkt sie.
Zum
Glück gehen die beiden Kleinen jetzt schon in den Kindergarten. So
kann sie sich endlich einen Halbtagsjob suchen. Seit drei Jahren lebt
Sybille jetzt schon vom Arbeitsamt, und das Geld reicht vorne und
hinten nicht.
Und
jetzt, ausgerechnet jetzt, ist auch noch die verdammte Katze krank
geworden. Die Katze hat damals ihr Exfreund, der Vater ihrer Kinder,
angeschleppt, und natürlich ist die jetzt an ihr hängen geblieben.
Sybille mag eigentlich keine Katzen. Aber den Kindern ist Mopsi
wichtig. Kümmern tun sie sich allerdings nicht um das Vieh. Sybille
schaut auf den schwarzen Fellball und erklärt dem Tierarzt, was los
ist. Mopsi hat Durchfall.
Sybille
spricht nicht gerne vor anderen Leuten und ist auch sonst sehr
schüchtern. Sie hat ziemliche Angst vor dem Vorstellungsgespräch
und ist sich nicht sicher, ob sie den Anforderungen des Jobs gerecht
wird. Wie gerne würde sie den Kindern ab und zu etwas gönnen, aber
die Finanzen der Familie sind knapp, besonders da Michael keinen
Unterhalt zahlt.
Der Typ
im Wartezimmer war eigentlich ganz süß, denkt Sybille. Richtig
nervös hat er sie gemacht. Sie hätte gerne mit ihm gesprochen, aber
getraut hat sie sich nicht. Die verdammte Schüchternheit, denkt
Sybille. Sybille hätte gerne einen Hund, so wie der Typ im
Wartezimmer.
Sie
schaut an sich herunter und fühlt sich ein wenig unbehaglich in den
feinen Klamotten, die ihre Mutter ihr geliehen hat. Eigentlich ist
sie ja eher der Jogginghosentyp. Gemütlich muss es sein und
praktisch, denkt sie sich. Was man für einen Job nicht alles tut.
Ihr
Magen knurrt, sie hat noch nichts gefrühstückt. Sie ist ihrer
Mutter sehr dankbar, dass diese ihr die Kinder ab und zu mal abnimmt.
Sie ist so eine gute Oma, denkt Sybille. So eine richtig gute Oma.
Sybilles
Mutter, Isolde, ist bei sich zu Hause zusammen mit ihren
Enkelkindern.
Sie kann
Kinder nicht ausstehen.
Natürlich
würde sie das vor Sybille niemals zugeben. Sybille ist geradezu
vernarrt in ihre beiden Kinder und als Großmutter fühlt sich Isolde
verpflichtet, gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Aber in ihrem
Inneren sind ihr die Kinder verhasst. Sie findet sie zu laut und zu
unruhig, und sie kann einfach nichts niedlich daran finden, verrotzte
Nasen und verklebte Münder abzuwischen. Außerdem bringen Kinder
alles in Unordnung, findet Isolde. Schon damals als Sybille noch ein
kleines Mädchen war, empfand Isolde ihre Pflichten als Mutter eher
belastend.
Jetzt
sitzt Isolde in ihrem Wohnzimmer, hört sich das ohrenbetäubende
Geschrei ihrer Enkelkinder an und flüchtet sich in ihre Tagträume.
Meistens träumt sich Isolde in eine Zeit zurück, in der Sybille
noch nicht geboren war. Sie stellt sich vor, wie sie ihr Studium
beendet und dann als erfolgreiche Geologin an interessanten Orten
ihre Zeit verbringt. Dann denkt sie an Hans.
Hans war
ein viel versprechender Jurastudent, der ihr damals , kurz bevor sie
schwanger wurde, auf einer der aufregenden Studentenparties begegnete
und mit dem sie einen Abend voll interessanter Gespräche mit viel
Witz und Charme verbrachte. Sie fragt sich, was wohl aus ihr und Hans
geworden wäre, wäre da nicht diese verhängnisvolle Nacht gewesen,
in der Sybille gezeugt wurde. Leider war nicht Hans der Vater.
Sie malt
sich ihre Zukunft mit Hans in rosaroten Farben aus und übertönt mit
diesen Gedanken das Geschrei ihrer Enkelkinder. Sie ist sich sicher,
dass Hans und sie noch heute glücklich miteinander wären und auch
kinderlos eine erfüllende Ehe geführt hätten. Isolde seufzt und
wendet sich wieder dem Alltagsgeschehen und ihren Enkelkindern zu,
die sich gerade um ein paar Legosteine streiten.
Einige
Häuserblocks entfernt ist Hans gerade damit beschäftigt, einige
Einkaufstüten in einen Einkaufswagen zu hieven und den Einkaufswagen
die Straße entlang zu schieben. Das tut er nicht, weil er gerade
seinen Wocheneinkauf erledigt hat.
Die
Einkaufstüten im Wagen sind alles, was Hans besitzt. Hans ist
obdachlos.
Obwohl
damals während seines Jurastudium alles so aussah, als habe Hans
eine rosige Zukunft vor sich, als stünden ihm alle Türen der Welt
offen, kam es anders, als man denkt und anders, als es sich Hans
vorgestellt hatte. Aber jetzt will Hans nicht an das Vergangene
denken. Was vergangen ist, ist vergangen und lässt sich nicht mehr
ändern.
Jetzt
denkt Hans daran, dass er zum Roten Kreuz gehen will und sich dort
ein neues Paar Schuhe besorgen wird. Jetzt denkt Hans daran, dass er
sich und seinen Einkaufswagen zur Bahnhofsmission schieben wird, um
dort die Nacht zu verbringen. Jetzt denkt Hans daran, dass der Sommer
bald kommt und es dann leichter wird, einen Schlafplatz im Park zu
finden und dass er heute noch nichts gegessen hat. Und dann denkt
Hans mit einer leichten Traurigkeit im Magen daran, dass es wohl
niemanden mehr gibt, der noch an ihn denkt. An Isolde denkt Hans
nicht. Er erinnert sich kaum an sie, er denkt nur daran, wie sehr er
sich darauf freut, bald ein neues Paar Schuhe zu besitzen. Hans denkt
daran, dass der Sommer bald kommt und sieht den M29 an sich
vorbeifahren.
Im M29
sitzt ein Nazi, der keiner ist, auf dem Weg nach Hause.
Mittwoch, 23. Juli 2014
Mirabella Propella
Mirabella Propella
Es war einmal eine kleine Schnecke, die hieß Mirabella.
Mirabella war keine gewöhnliche Schnecke, wie die anderen Schnecken in ihrem Garten. Mirabella liebte Abenteuer und außerdem war sie ein Forscher und Erfinder. In ihrem Garten munkelten die anderen Schnecken, das Mirabella so abenteuerlustig sein, käme daher, dass sie irgendwo in der Familie mal einen Herren von Heuschreck gehabt hätten. Genaueres wußte aber keiner, deswegen blieb es bei dem Gemunkel.
Mirabella sieht auch ein bißchen anders aus als die anderen Schnecken, weil sie vor einiger Zeit ihr Schneckenhaus mit ganz vielen Farben angemalt hat. Da haben die anderen Schnecken aber nicht schlecht geguckt, als sie das gesehen haben.
Am allerliebsten isst Mirabella Gummibärchen mit Schokostreusseln. Da man die in ihrem Garten leider nicht findet, hat sie es sich zur Angewohnheit gemacht einmal am Tag, wenn die feinen Menschen im Garten Nachtisch essen auf den Tisch zu klettern um zu gucken, ob es Gummibärchen mit Schokostreusseln gibt. Das ist zwar jeden Tag ein sehr langer Weg, aber Mirabella denkt sich das der Weg ihrer Figur bestimmt gut tut und die Schokostreussel sind es ihr Wert.
Mirabella war auch schonmal in einem französischen Restaurant. Aber da hat es ihr nicht gefallen, weil die Leute immer so durch die Nase gesprochen haben. Da ist sie schnell von einem Salatblatt in die Handtasche einer feinen Dame gerutscht und hat sich dort versteckt. Später hat das Zimmermädchen sie gefunden und in den Garten gebracht. Dort lebt sie nun.
Mirabella hat sehr viele verschiedene Interessen. Früher wollte sie zum Zirkus und Seiltänzerin werden. Also hat sie ein Seil gespannt und angefangen zu üben. Das Blöde daran war, das plötzlich ein Vogel kam und sie geschnappt hat. Aber Mirabella ist ja eine sehr mutige Schnecke und außerdem fand sie das Fliegen wunderschön. Irgendwann hat es ihr allerdings gereicht, da oben in der Luft und da hat sie dem Vogel kurzerhand in die Zunge gebissen und der hat sie fallen lassen, direkt auf ein grünes Salatblatt.
Das Bild hat der Lo gemalt.
Seitdem möchte Mirabella selbst fliegen lernen.
Deswegen arbeitet Mirabella momentan an einer Erfindung. Sie will sich einen Propella auf ihr Schneckenhaus bauen und damit nach Afrika fliegen.
Die anderen Schnecken denken, das ist nur wieder so eine wilde Idee von der Mirabella, aber Mirabella ist sich ganz sicher das sie irgendwann fliegen wird.
Einige Tage hörte man nur lautes Scheppern, Knirschen, Pfeifen, Poltern und Krachen aus Mirabellas Schneckenhaus. Ab und zu sah man sie aufs Dach klettern und geschäftig hier und da etwas bohren und schrauben, wobei sie sehr ernst und konzentriert guckte.
Dann traten plötzlich große Dampfwolken aus einem Loch das sie in das Dach gebohrt hatten. Die anderen Schnecken munkelten "Jetzt dreht sie völlig durch!" sagten sie. Aber Mirabella ließ sich nicht beirren.
Nach einer Woche begann sie einen großen Propella auf dem Dach zu befestigen. Der Propella war aus Holz und hatte wie bei einer Windmühle vier Flügel.
Es war einmal eine kleine Schnecke, die hieß Mirabella.
Mirabella war keine gewöhnliche Schnecke, wie die anderen Schnecken in ihrem Garten. Mirabella liebte Abenteuer und außerdem war sie ein Forscher und Erfinder. In ihrem Garten munkelten die anderen Schnecken, das Mirabella so abenteuerlustig sein, käme daher, dass sie irgendwo in der Familie mal einen Herren von Heuschreck gehabt hätten. Genaueres wußte aber keiner, deswegen blieb es bei dem Gemunkel.
Mirabella sieht auch ein bißchen anders aus als die anderen Schnecken, weil sie vor einiger Zeit ihr Schneckenhaus mit ganz vielen Farben angemalt hat. Da haben die anderen Schnecken aber nicht schlecht geguckt, als sie das gesehen haben.
Am allerliebsten isst Mirabella Gummibärchen mit Schokostreusseln. Da man die in ihrem Garten leider nicht findet, hat sie es sich zur Angewohnheit gemacht einmal am Tag, wenn die feinen Menschen im Garten Nachtisch essen auf den Tisch zu klettern um zu gucken, ob es Gummibärchen mit Schokostreusseln gibt. Das ist zwar jeden Tag ein sehr langer Weg, aber Mirabella denkt sich das der Weg ihrer Figur bestimmt gut tut und die Schokostreussel sind es ihr Wert.
Mirabella war auch schonmal in einem französischen Restaurant. Aber da hat es ihr nicht gefallen, weil die Leute immer so durch die Nase gesprochen haben. Da ist sie schnell von einem Salatblatt in die Handtasche einer feinen Dame gerutscht und hat sich dort versteckt. Später hat das Zimmermädchen sie gefunden und in den Garten gebracht. Dort lebt sie nun.
Mirabella hat sehr viele verschiedene Interessen. Früher wollte sie zum Zirkus und Seiltänzerin werden. Also hat sie ein Seil gespannt und angefangen zu üben. Das Blöde daran war, das plötzlich ein Vogel kam und sie geschnappt hat. Aber Mirabella ist ja eine sehr mutige Schnecke und außerdem fand sie das Fliegen wunderschön. Irgendwann hat es ihr allerdings gereicht, da oben in der Luft und da hat sie dem Vogel kurzerhand in die Zunge gebissen und der hat sie fallen lassen, direkt auf ein grünes Salatblatt.
Das Bild hat der Lo gemalt.
Seitdem möchte Mirabella selbst fliegen lernen.
Deswegen arbeitet Mirabella momentan an einer Erfindung. Sie will sich einen Propella auf ihr Schneckenhaus bauen und damit nach Afrika fliegen.
Die anderen Schnecken denken, das ist nur wieder so eine wilde Idee von der Mirabella, aber Mirabella ist sich ganz sicher das sie irgendwann fliegen wird.
Einige Tage hörte man nur lautes Scheppern, Knirschen, Pfeifen, Poltern und Krachen aus Mirabellas Schneckenhaus. Ab und zu sah man sie aufs Dach klettern und geschäftig hier und da etwas bohren und schrauben, wobei sie sehr ernst und konzentriert guckte.
Dann traten plötzlich große Dampfwolken aus einem Loch das sie in das Dach gebohrt hatten. Die anderen Schnecken munkelten "Jetzt dreht sie völlig durch!" sagten sie. Aber Mirabella ließ sich nicht beirren.
Nach einer Woche begann sie einen großen Propella auf dem Dach zu befestigen. Der Propella war aus Holz und hatte wie bei einer Windmühle vier Flügel.
Freitag, 11. Juli 2014
Der Kleine Affe Im Reich der Farben
Der Kleine Affe und die
kleine Fee im Reich der Farben
Anna
Frontzeck
Eines
Tages saßen die kleine Fee und der kleine Affe in ihrer Dachkammer
in der großen Stadt. Dort lebten sie gemeinsam am Ende eines grossen
Dachbodens, in einem kleinen Raum, der im Laufe der Zeit in
Vergessenheit geraten war. Es war eine sehr gemütliche Kammer, in
der sie lebten. An der Decke hing eine bunte Hängematte, in der der
kleine Affe nachts schlief. Er liebte es sehr sanft in den Schlaf
geschaukelt zu werden.Das Hin und Her der Hängematte erinnerte ihn
an das Wehen der Baumwipfel des Waldes, in dem er aufgewachsen war.
Auf dem Boden des Zimmers lag eine alte Matraze mit bunten Kissen und
Decken. Dort schlief die kleine Fee. Außerdem stand noch eine große
schwarze Truhe unter dem kleinen Fenster, das auf die Dächer der
Stadt hinausschaute. Diese Truhe war so riesig, das der kleine Affe
und die kleine Fee bequem in ihr sitzen konnten, wäre sie nicht mit
allerlei bunten Dingen gefüllt gewesen. Die Truhe hatte die kleine
Fee aus dem Elfenland mitgebracht, und in ihr bewahrte sie all ihre
Habseligkeiten auf. Manchmal dachte der kleine Affe, es müsse sich
bei der Truhe um eine Zauberkiste handeln, denn die kleine Fee holte
oft die wunderlichsten Dinge aus ihr heraus. Immer wenn er dachte, er
hätte alles gesehen was sich in der Truhe verbarg, zeigte sich ein
neuer spannender Gegenstand. Selbst die kleine Fee schien manches Mal
überrascht über das, was sie in der Truhe fand, obwohl sie doch
eigentlich ihren Inhalt hätte kennen müssen. An der Wand gegenüber
des Fensters, in der sich die Tür befand, stand direkt vor der
verschlossenen Tür ein selbstgezimmertes Regal. Dort befanden sich
die restlichen Besitztümer der beiden. Das Regal war nicht gerade
sehr ordentlich eingeräumt. Darin standen Büchsen und Glässer
gefüllt mit Perlen, Federn, Steinen und Muscheln, ein paar alte
Comics, ein Paar Teller, Gläser und eine verbeulte Teekanne, etwas
Brot und Käse, mehrere Bananen, ein Glas Honig, ein alter
Tuschkasten, einige Pinsel und vieles mehr was sich in diesem
heillosen Durcheinander nur schwer erkennen ließ.
Der
kleine Affe saß auf dem Boden und war damit beschäfftigt ein Glas
voll Muschel in viele bunte Haufen nach Farbe und Größe zu
sortieren. Die kleine Fee saß auf dem Fensterbrett und schaute
missmutig auf die Dächer hinaus. Es regnete. Einige Minuten
überlegte sie sich, wie lange es wohl noch regnen würde und ob der
Regen bis zu den Dächern steigen würde. Dann überlegte sie, ob es
vielleicht einen Regenbogen geben würde, wenn der Regen nachließ
und ob es wohl möglich wäre, auf dem Regenbogen spazieren zu gehen.
Nachdem sie einige Zeit mit verdrossener Miene über diese wichtigen
Themen nachgedacht hatte, seufzte sie, denn es regnete immer
noch.Weit und breit war kein Regenbogen in Sicht. Da seufzte die
kleine Fee noch lauter, schaute zu dem kleinen Affen und sagte:
"Kleiner Affe, mir ist sooo langweilig!" Der kleine Affe
schaute erstaunt auf, denn er konnte sich nicht vorstellen, wie es
war, wenn einem soo langweilig war, vor allem weil er so schöne
Muscheln hatte, die man in kleine Haufen sortieren konnte. Er starrte
die kleine Fee an und sah dass sie sehr unglücklich aussah. Da tat
die kleine Fee ihm leid, denn der kleine Affe begriff, das es sehr
schlimm sein musste wenn einem langweilig war. Er war sich beinah
sicher das es sogar körperlich weh tat. Er beschloss, der kleinen
Fee zu helfen." Komm zu mir, wir schauen uns die Muscheln an und
sortieren sie gemeinsam."Die kleine Fee setzte sich zu dem
kleinen Affen auf den Boden und sie betrachteten die Muscheln. Der
kleine Affe war sehr glücklich doch nach einer Weile seufzte die
kleine Fee abermals und sagt "kleiner Affe, mir ist sooo
langweilig. Was kann ich nur tun?" Die kleine Fee sah sehr
unglücklich aus und der kleine Affe war sich nun sicher das sie auch
Schmerzen hatte. Der kleine Affe schaute sich im Zimmer um und dabei
überlegte er wie er der kleinen Fee helfen konnte. Da kam ihm eine
Idee. Er stand auf, ging zu dem Regal auf der anderen Seite des
Raums, nahm den Tuschkasten und die Pinsel heraus und füllte ein
leeres Wasserglas mit Wasser. Er war sich sicher das die Farben der
kleinen Fee helfen würden. Feen sind ja bekanntlich sehr farbenfrohe
Wesen und da heute ein ganz besonders grauer Tag war hoffte er das
die Farben ihre Wirkung zeigen würden und die kleine Fee gesund
machen würden. Das Grau, da war er sich sicher hatte die kleine Fee
krank gemacht." Wir malen ein Bild." sagte der kleine Affe
und schaute die kleine Fee an. Für einen Augenblick funkelten die
Augen der kleinen Fee auf, aber dann sagte die kleine Fee mit
tieftrauriger Stimme" Aber wie nur, kleiner Affe, wir haben doch
kein Papier?" Das stimmte. Darüber hatte der kleine Affe noch
nicht nachgedacht. Einige Minuten schaute sich der kleine Affe im
Zimmer um und dachte "Verdammt!" dann begann er zu lächeln
und sagte " Wir malen ein Bild an die Wand!" Da lachte die
kleine Fee übers ganze Gesicht, sprang auf und rief "Au ja
fein, was für eine tolle Idee!" aufgeregt hüpfte sie auf und
ab, klatschte in die Hände und hätte beinah das Wasserglas
umgeworfen, als sie den Affen packte und mit ihm durchs Zimmer
tanzte. Dabei sang sie laut "an die Wand, an die Wand, malen wir
ein Zauberland:" Als die kleine Fee sich wieder beruhigt
hatte,räumten sie das Regal von der Wand, schoben es vor die kleine
Tür und sahen sich arbeitseifrig an. "Was malen wir? WIr
sollten uns auf etwas einigen damit wir uns nicht ins Gehege kommen!"
sagte die kleine Fee, "Am besten schlägst du etwas vor und das
malen wir dann, kleiner Affe." Der Affe setzte sich auf den
Boden und schaute in die Richtung der weißen Wand, ganz wie es ein
Künstler tut, bevor er mit seinem Werk begann. Die kleine Fee fand,
das er dabei ganz besonders niedlich aussah und sehr, sehr kreativ.
Dann stützte der kleine Affe sein Kinn auf die Hand und sagte "also
ich wollte schon immer mal auf einem Piratenschiff sein. Aber man
weiß nicht genau ob die Piraten freundlich sind, deswegen ist es
vielleicht ganz gut, wenn im Hintergrund des Schiffes eine Insel ist,
die man, falls die Piraten unfreundlich sind, ich will damit nicht
sagen das alle Piraten grundsätzlich unfreundlich sein müssen, aber
falls sie es sind könnte man diese Insel schnell erreichen. Und das
Meer sollte ruhig und riesig sein. Und die Sonne sollte scheinen.
Findest du nicht auch, kleine Fee." Während der kleine Affe das
sagte, war es der kleinen Fee als sah sie bereits das grosse
Piratenschiff mit seinem weißen Segel und der kleinen Piratenflagge,
die hoch oben am Mast im Wind hin und her flackerte. Es war ihr als
höre sie das leichte Rauschen der Wellen und das Ferne kreischen der
Möwen, fast, ja fast spürte sie die Sonne, die ihre Haut wärmte.
Verwirrt schüttelte die kleine Fee den Kopf und sagte zu dem kleinen
Affen gerichtet " ja ich glaube es wäre schön ein
Piratenschiff zu malen."
Der
kleine Affe nickte und sie begannen zu malen. Sie malten das Meer mit
wunderschönen blauen Wellen und dem Glitzern der Sonne, das sich
auf ihnen spiegelte. Einen hellblauen Himmel mit einer goldenen Sonne
und ein paar Möwen die im Wind hin und her flogen. Sie verzichteten
darauf in den Himmel Wolken zu malen, denn sie hatten genug vom
Regen. Dann malten sie das herrschaftliche Piratenschiff mit seinem
riesigen Buck und einer kleinen Meerjungsfrau die als Gallionsfigur
diente. drei Masten, drei weiße Segel und ganz oben, gleich über
dem Ausguck eine kleine schwarz-weiße Piratenflagge, mit einen
weißen Totenkopf und zwei gekreutzen Knochen darunter. Im
Hintergrund, rechts von dem Schiff in einiger Entfernung malten sie
noch eine kleine Insel mit weißgelben Strand und einem tiefen
Dschungel in der Mitte. Dann betrachteten sie ihr Werk und waren
rundum zufrieden mit sich und dem was sie sahen.
Lange
Zeit saßen sie nur auf dem Boden und schauten sich das Bild an der
Wand an, da sprang die kleine Fee plötzlich auf und rief " Du
kleiner Affe, ich hab eine Idee!" ohne ein weiteres Wort rannte
sie zu der Holztruhe unter dem kleinen Fenster, öffnete sie und
krammte wie wild in ihr herum. Sie warf allerlei Dinge aus ihr heraus
und murmelte immer wieder, "Wo ist es nur,... Es muss doch
hier,... Irgendwo,... Allerdings könnte es auch, ... Ich bin mir
sicher es, ...!" Der kleine Affe wurde jetzt auch sehr
aufgeregt, denn immer wenn die kleine Fee etwas in ihrer Zaubertruhe
suchte, besonders dann wenn sie das Gesuchte auch fand, geschahen
irgendwelche höchst ungewöhliche Dinge. Mitten in diese Gedanken
rief die kleine Fee jauchzend " Ahh hier ist es ja!" und
der kleine Affe schaute ihr entgegen. Sie kletterte aus der grossen
Truhe heraus und wedelte aufgeregt mit einem blauen Samtsäckchen hin
und her. "Na dann können wir ja endlich anfangen. Du musst dich
hier hin stellen, ja so ist es richtig hier genau neben mich, Schau
dir das Bild an. und..." bei diesen Worten öffnete die kleine
Fee den Beutel, nahm eine Hand voll glitzernden Staub herraus,
murmelte etwas das wir nicht verstehen konnten und streute den
Zauberstaub auf das Bild an der Wand. Der kleine Affe hatte nicht die
Zeit sie zu fragen was denn nun geschehen würde, denn plötzlich
begann alles um sie herum sich zu drehen und verschwamm vor seinen
Augen. "Nimm meine Hand." sagte die kleine Fee in en Nebel
hinein und ergriff seine Hand. Der kleine Affe schloss schnell seine
Augen denn ihm wurde plötzlich sehr schwindelig. Dann hörte er die
kleine Fee nach einer Weile sagen, "Du kannst die Augen jetzt
wieder aufmachen." Der kleine Affe öffnete seine Augen und
staunte, das Zimmer um ihn war verschwunden und anstatt in dem
kleinen Raum standen sie nun mitten auf einem riesigen Piratenschiff.
Das
Meer rauschte und brauste um sie her und unter ihren Füssen wackelte
und schaukelte es. " Komm," sagte die kleine Fee, "Wir
verstecken uns irgendwo und schauen uns erstmal an wo wir hier
gelandet sind." Ihr war auf einmal ziemlich mulmig zumute , den
sie konnte ja nicht wissen ob die Piraten, auf deren Boot sie nun
standen freundlich waren und dieser Gedanke bereitete ihr
Magenschmerzen. Am Allerliebsten wäre sie sofort zurück in ihr
kleines Zimmer geflogen, aber da der ganze Ausflug doch ihre eigene
Idee gewesen war und sie nicht zeigen wollte wie sehr sie sich nun
grusselte, traute sie sich nicht das zuzugeben.
Der
kleine Affe hingegen fand es sehr aufregend auf einem Piratenschiff
gelandet zu sein und wäre am Liebsten der kleinen Fee um den Hals
gefallen und dann losgestürmt einen Schatz zu suchen. Stattdesen
nahm er die kleine Fee an der Hand und sie vesteckten sich erstmal
in einem der kleinen Rettungsboote am Rande der Reling. Von dort
konnten sie das Schiff sehr gut beobachten und als der kleine Affe
dann die buntekleideten, aber sehr wild wirkenden Piraten sah, die an
Deck arbeiteten war er auch erstmal sehr froh darüber das er nicht
von ihnen entdeckt wurde. Nicht das er sich gefürchtet hätte, nein,
Affen sind sehr mutige Tiere, aber naja sagen wir einfach er machte
sich sehr grosse Sorgen um die kleine Fee.
Plötzlich
fingen die Piraten an im wilden Arbeitseifer auf Deck hin und her zu
rennen, Befehle zu brüllen und dann erscholl aus den Segeln ein
lautes " Land In Sicht!" Zwei der Piraten blieben vor dem
Versteck der beiden stehen und die beiden wagten kaum zu atmen, als
sie folgendes Gespräch belauschten. Besonders der kleine Affe
staunte nicht schlecht als er hörte was ich euch nun erzählte. Der
erste Pirat sagte zum zweiten Pirat folgendes " Endlich! Die
Insel der Wilden Affen. Die Füsse in den warmen Strand graben und im
Schatten der Palmen faulenzen." Der zweite Pirat sagte "
Das mit em Faulenzen wirst du dir abschminken müssen, Der Kapitän
will den Schatz der Insel und er wird nicht ruhen bis wir es finden,
oder,naja hoffen wir das die Gerüchte nicht stimmen und die Insel
wahrhaftig verflucht ist. Keiner kehrte jeh wieder der die Insel
einmal betretten hat, so sagt man doch!" "Seemannsgarn,
nichts als Seemannsgarn" sagte der erste Pirat "Morgen
früh werden wir es sehen,wenn wir die Insel betretten. Aber diese
Märchen glaube ich noch lange nicht und etwas Gold kann ja wohl
nicht schaden!" " Du weisst aber auch das schon so manches
Gold, das ein Pirat gefunden hat verflucht war und mit ihm sein
Finder." "Aberglaube, Geschwätz, Irrsinn. Lass uns lieber
an die Arbeit gehen damit wir morgen an Land gehen können."
Als
die Piraten weitergegangen waren, war der kleinen Fee ganz schlecht
vor Angst, doch der kleine Affe hüpfte aufgeregt hin und her und
rief " Hast du das gehört, kleine Fee, die Insel der wilden
Affen!" "Ja" sagte die kleine Fee und fühlte sich
dabei so unwohl in ihrer Haut wie noch nie zuvor in ihrem Leben
"Verflucht ist die Insel, kleiner Affe , wie schrecklich."
Da lachte der kleine Affe und sagte " Nein, nein kleine Fee,
ganz wundervoll, nicht schrecklich. Ich weiss doch etwas was die
beiden nicht wissen. Übrigens war es eine sehr gute Idee von dir
sich zu verstecken, besonders nett fand ich die beiden nicht gerade.
Aber gut pass auf,..." da beugte der kleine Affe sich vor und
flüsterte der kleinen Fee folgendes in ihre spitzen Ohren:"
Einmal vor langer, langer Zeit, so sagen die Alten in meine Familie
gab es eine kleine Insel im grossen Meer, auf dieser Insel lebten die
wilden Affen zusammen mit ihrer wunderschönen Affenkönigin. Und
stell dir vor diese Königin ist soweit ich weiss mit mir verwand,
sie ist meine Ur-ur-u-urgroßäffin, wenn ich das richtig sehe. Sie
lebt dort in der Mite der Insel in einem alten Tempel. Durch einen
sehr alten Schutzzauber ist es nur Freunden und Familienangehörigen
möglich diesen Tempel zu finden. Alle anderen verirren sich im Wald.
Siehst du kleine Fee du brauchst keine Angst zu haben, du bist meine
Freundin und ich ein Affe und da wir das Geheimnis kennen denke ich
können wir den Tempel finden." Als der kleine Affe der Fee dies
erzählt hatte rief die kleine Fee " Ach, kleiner Affe das ist
ja wunderschön, ich freue mich sehr deine Ur-Ur-Ur-Großkönigin
kennenzulernen und sie zu besuchen. Lass uns recht bald losgehen und
dieses schreckliche Piratenboot verlassen."
So
warteten die kleine Fee und der kleine Affe bis es dunkel wurde und
die Piraten schliefen, dann liesen sie das Boot zu Wasser und
ruderten im Mondenschein zu der Insel der wilden Affen. Die kleine
Fee war sehr froh von dem Schiff herunter zu kommen und auch dem
kleinen Affen war es tausendmal lieber an Strand spazieren zu gehen
als bei den Piraten zu sein. Außerdem und da waren sich Fee und Affe
einig mochten sie keine gierigen Menschen und das waren die Piraten.
Als
die Sonne begann am Horizont aufzugehen erreichten sie die Insel. Sie
waren ein wenig um die Insel herum gerudert ,damit sie nicht sogleich
entdeck wurden, wenn es hell war. Die kleine Fee hatte ein schlechtes
Gewissen, weil sie eines der Boote geklaut hatten und hofft
inständig, das die Piraten genug Boote an Bord hatten falls sie in
Not gerieten. Der kleine Affe machte sich da keine Sorgen, er freute
sich nur seine Verwandte zu treffen und durch den dschungel zu
streifen. Und weil sein Magen zu knurren begann, malte er sich aus
wie wundervoll und schmackhaft die Früchte im Dschungel waren, die
dort wuchsen. Ganz besonders hoffte er das es viele Bananen auf der
Insel gab.. Die kleine Fee freute sich auf den Dschungel und fand es
sehr aufregend hier zu sein, da sie noch nie im Dschungel gewesen
war.
Sie
stiegen aus dem Boot und zogen es an Land , wo sie es unter einigen
Palmenblättern im Dschungel versteckten. Das war eine ganz schöne
Arbeit und als sie beide damit fertig waren hatten sie einen
Mordshunger. " Komm, kleine Fee," sagte der kleine Affe,
"wir finden uns ein Frühstück.". Da gingen sie in den
Wald hinein und schon bald entdeckten sie eine Palme an der
Kokosnüsse wuchsen, und gleich darauf Bananen- und Orangenbäume,
Papayas und Beeren. Überall wohin sie blickten sahen sie Früchte
und das komischste an dem was sie sahen, war das diese Früchte in
allen nur erdenklichen Farben zu wachsen schienen. Ja es gab Bananen
in grün, in blau, in rot und sogar bunt gemusterte, die weiß und
rosa gestreift waren. Der kleine Affe und die kleine Fee staunten
nicht schlecht, aber sie hatten Hunger und so fragten sie nicht lang
und langten zu. Der kleine Affe kletterte in die höchsten Bäume und
brachte der kleinen Fee die wunderschönsten Früchte, und die kleine
Fee flog in die höchsten Palmen und brachte dem kleinen Affen die
buntesten Bananen. Mmmh, wie das schmeckte. Während sie aßen und
sich freuten, sah die kleine Fee den kleinen Affen an, zu erst sehr
erstaunt doch dann begann sie lauthals an zu lachen. Der kleine Affe
aß gerade eine blau-rosa-gestreifte Banane und wunderte sich als die
kleine Fee so laut anfing zu lachen. Lachte sie etwa über ihn?
"Pfhhhi,hi,hi,phihihi!" lachte die kleine Fee und hielt
sich den Bauch," Aahahahafehehe, du siehst aus, wie eine Banane"
Der Affe sah erstaunt an sich hinunter und konnte es kaum glauben,
als er sah, das sein Fell wirklich blau-rosa-gestreift war. Da
grinste der kleine Affe und freute sich, denn es tat ja nicht weh
sondern war nur sehr bunt und anders. "Iss eine blaue Banane!"
sagte er zu der Fee und reichte ihr eine Blaue Banane. Da aß die
kleine Fee eine blaue banane und färbte sich blau ehe sie wusste wie
ihr geschah. Sie spielten eine Weile mit den wundersamen Früchten
und waren mal blau, mal rot mal lila während sie immer tiefer in den
Wald hinein gingen. Die kleine Fee fand es sehr praktisch immer die
gleiche Farbe wie der Hintergrund zu haben, da sie so keine Angst
haben musste von wilden Tieren entdeckt zu werden. Aber plötzlich
fiel ihr etwas ein, und dieser Gedanke gefiel ihr gar nicht. "ohh
kleiner Affe, was tun wir nur? Sieh doch, es gibt keine Bäume, die
uns unsere alte Farbe zurück geben könnten und ich möchte doch
nicht für immer grün sein." Sie sah den kleinen Affen an, der
gerade in eine Banane biss und sich lila färbte und prustete los,
denn das verfärben war einfach zu komisch, als das man hätte ernst
bleiben können, wenn man es sah. Der kleine Affe aber dachte nach,
nach einer weile sagte er, " Ich weiss nicht wie wir unsere alte
Farbe wieder bekommen, aber meine Ur-Ur-Urgroßäffin wird es
sicherlich wissen. Alte Affen sind doch bekanntlich sehr schlau. Am
besten wir finden sie und fragen um Rat." Nachdem der kleine
Affe das gesagt hatte war die kleine Fee sehr erleichtert und freute
sich das es alte Affen waren, die so unglaublich viel wußten. Und so
machten sie sich schließlich auf den Weg zur alten Äffin.
Sie
gingen viele Stunden lang um den Mittelpunkt der Insel zu erreichen.
Sie kletterten durch das Unterholz des Dschungels und lauschten den
Stimmen der Vögel, die um sie herum flatterten. Manchmal wenn der
Wald um sie zu dicht wurde, um auf dem Boden weiter zu wandern,
kletterte der kleine Affe in die Baumwipfel und die kleine Fee flog
ein Stück vorraus um die Gegend zu erkunden.
Gegen
späten Nachmittag entdeckte die kleine Fee eine grosse alte
Tempelanlage vor sich in der Sonne aufblitzen. Aufgeregt flog sie zu
dem kleinen Affen zurück, der gerade auf einem Baum saß und eine
Verschnaufpause einlegte. Als die kleine Fee ihn erreichte rief sie
ihm zu "Der Tempel liegt etwa eine Stunde von uns entfernt in
Richtung der Sonne, du kannst von dem Baum heruntersteigen. Ein
kleiner Pfad führt von hier direkt zu der Tempelstadt. Die
Tempelstadt ist riesig und wunderschön und sie glitzert als wäre
sie aus purem Gold." Daraufhin kletterte der kleine Affe von dem
Baum hinab und wartete bis die kleine Fee neben ihm gelandet war.
"Ohh, kleine Fee," sagte er," Ich bin sehr aufgeregt.
Denkst du die anderen Affen freuen sich uns zu sehen?" Das wußte
die kleine Fee nicht aber sie hoffte es sehr. Sie wollte den kleinen
Affen jedoch nicht beunruhigen und so sagte sie nur "Ich freue
mich immer, wenn ich dich seh und die alte Dame wäre sehr unhöflich
würde sie das nicht tun." So nahmen sie sich ein wenig
aufgeregt an der Hand und wanderten den kleinen Pfad zur Tempelstadt
entlang. Während sie so wanderten summte der kleine Affe ein Lied
das ihm seine Mutter ihm gelehrt hatte. Es war ein sehr altes Lied
und kaum einer kann sich daran erinnern. Nur der kleine Affe wusste
den Text aber er hat ihn mir nicht verraten.
Nach
einer Weile tauchte am Wegesrand eine kleine Hütte auf und der Wald
um sie herum wurde lichter und lichter. Vor der kleinen Hütte saß
ein alter Affe, desen Fell schon grau geworden war. Neben ihm stand
ein Stock auf dem er sich beim Gehen stützen konnte. Die kleine Fee
betrachtete den alten Affen ehrfürchtig. Sie war sich sicher das er
schon sehr alt war und deswegen ganz besonders klug. Noch nie hatte
sie einen solch weise dreinblickenden Affen gesehen.
Als
sie auf den Affen zugingen schaute er sie aus großen schwarzen Augen
aufmerksam an und lächelte ihnen zu. "Lieber weiser Affe,"
sagte der kleine Affe als sie endlich vor ihm standen, "Wir sind
sehr lange gewandert um hierher zu gelangen und vielleicht könnt ihr
uns helfen. Wir suchen die Königen dieses Reiches. Wollt ihr uns
vielleicht den Weg zu ihr weisen? Wie ihr seht haben die Früchte des
Waldes unser Fell verfärbt und so hoffen wir von der Königin Hilfe
zu bekommen." nachdem der kleine Affe seine Bitte vorgetragen
hatte, sah der weise Affe sie lange an und um seine Mundwinkel lag
ein geheimnisvolles Schmunzeln, dann sagte er mit tiefer und
bedächtiger Stimme, " Nun seid ihr endlich gekommen, kleiner
Prinz. Wir haben lange auf Euch gewartet und immer wieder an Euch
gedacht. Auch unsere Königin erwartet Euch bereits und ich bin mir
sicher sie freut sich Euch zu sehen. Auch ich freue mich Euch zu
sehen. Ich werde Euch gerne zu dem Palast im innneren der Tempelstadt
begleiten." bei diesen Worten ergriff der Alte seinen Stock und
erhob sich mit einem leichten Seufzen. "kommt ihr beiden es ist
nicht sehr weit." Die kleine Fee und der kleine Affe folgten ihm
verwundert, sie wussten nicht so recht was sie von der Sachen halten
sollten. Wieso erwartete man sie bereits? Wieso schien man zu wissen
das sie kommen sollten? Und wieso sprach der weise Affe den kleinen
Affen mit "kleiner Prinz" an? Sie hatten sehr viele Fragen,
hielten es jedoch für besser abzuwarten was geschah. Trotz der
Verwechslung, und es mußte sich eindeutig um eine Verwechslung
handeln, fanden sie den alten Affen, auch wenn er etwas merkwürdig
war vertrauenswürdig und freundlich. So folgten sie ihm. Die kleine
Fee fand , das es ein sehr netter alter Affe war, den sie da
getroffen hatten.
Auf
dem Weg zum Palast sahen sie viele andere Affen, die in kleinen
Hütten, Häusern und selbstgebauten Baumhäusern in allen
erdenklichen Formen lebten. Auch Hängematten hingen in bunten Farben
zwischen den Bäumen herum. Viele Affen winkten ihnen zu und lachten
dabei. Der kleine Affe summte, als sie so gingen das Lied, das ihm
seine Mutter beigebracht hatte. Bald standen sie vor einem riesigen
Haus aus Stein. Es war ein sehr altes Haus und weit und breit das
größte das es zu sehen gab. Der alte Affe öffnete die Große
Eichentür, die mit allerlei Schnitzereien verziehrt war sagte "Kommt
herein, wir sind da."
Sie
traten in eine große Halle an deren Seiten Statuen mit Fackeln in
den Händen standen. Sie trugen die Gesichter von Affen. Am Ende der
Halle stand ein kleiner, steinernder Thron auf dem eine kleine Äffin
saß. Obwohl sie sehr leise sprach, klang ihre Stimme laut und hallte
bis ans Ende der Halle, als sie sagte, "Trettet näher ihr
beiden. Es freut mich außerordentlich Euch zu sehen. Ich bekomme
nicht oft Besuch und..." seuftze sie. "es ist sehr
langweilig tagein, tagaus hier zu sitzen und Königin zu sein."
Die kleine Fee und der kleine Affe traten näher und wunderten sich
ein wenig als sie bemerkten, das die Königin noch sehr jung wirkte
und kaum älter zu sein schien als sie beide. Als sie vor dem Thron
standen waren sie sehr verunsichert, denn sie wußten nicht wie sie
sich einer Königin gegenüber zu verhalten hatten. Als sie gerade
niederknien wollten, sagte die Königin, " Nein , kniet nicht
nieder, ihr seid doch meine Freunde und ich halte nicht viel von dem
Getue. Wißt ihr die ganze Welt macht immer so ein Getue um mich,
weil es etwas sehr besonderes ist die Königin zu sein und deswegen
ist es manchmal schwer ein normales Gespräch zu führen. Das
vermisse ich sehr." Die Königin seuftzte und mit einmal tat es
dem kleine Affen sehr leid, das sie eine Königin war und keine
Freunde hatte. " Es tut mir sehr leid davon zu hören und
natürlich sind wir sehr gerne mit ihnen befreundet Frau Königin.
aber sagt mal, seid ihr, ähh bist du wirklich die alte Königin,
meine Ur-Ur-Urgroßäffin? Ich meine ihr wirkt sehr jung." die
Königin lächelte über diese Frage..., "Ja wißt ihr den nicht
das die Affen des Wilden Stammes und dazu gehörst auch du kleiner
affe, nun ja wie sind immer so alt wie wir sein wollen. Aber nun
setzt euch erstmal und lasst uns Tee trinken." Sie klatschte in
die Hände und zwei Affen trugen ein großes und sehr bequemes Sofa
herein und kurz darauf folgte ein Tablett mit Kuchen und Tee, der
wundervoll duftete. Dann begann die Königin zu erzählen und die
kleine Fee und der kleine Affe lauschten gespannt und ihre Augen
wurden dabei vor Staunen immer größer und größer. Die Königin
erzählte:" Zuallerst, kleiner Prinz, ja ich bin die die du
suchst, deine Ur-Ur-Urgroßäffin. Wir alle haben lange auf dich
gewartet, denn eine alte Sage hat uns dein Kommen und das deiner
kleinen Freundin vorrausgesagt. Du bist der Erbe meines Reichs und
mein Thronnachfolger. Die Sagen der wilden Affen besagen das eines
Tages ein kleiner Affe mit seiner zauberhaften Gefährtin kommen
wird. Er wird bunt gefärbt von den Früchten des Waldes sein, ebenso
wie seine kleine Freundin. Und er wird unsere Hilfe brauchen, so wie
wir seine Hilfe brauchen um die Insel der wilden Affen zu retten. Er
ist ein Urahne von mir doch er lebt in einer anderen Zeit in einer
anderen Welt. Das mag auch der Grund sein warum wir heute fast gleich
alt erscheinen. Die wilden Affen werden sehr alt, müsst ihr wissen.
Der alte Affe der euch hergebracht hat ist schon fast 750 Jahre alt."
Sie gluckste und die beiden sahen sich um. Sie hatten den alten Affen
fast vergessen, aber als sie jetzt in die große Halle blickten war
er nirgends zu sehen. Die Königin fuhr fort zu erzählen: "
Wißt ihr das niemand, der nicht von den Sternen ausgewählt ist, es
schafft zu dem Inneren der Insel vorzudringen. Viele haben es
versucht und sind gescheitert. Sie sagen auf der Insel liegt ein
Fluch. So ist es nicht, aber die Insel wird von einem alten Zauber
geschützt. wir wissen es wann immer jemand die insel betritt und der
Dschungel verdichtet sich dann so sehr, das für jene, die uns nicht
ereichen sollen kein durchkommen mehr ist. Viele von ihnen finden
nichts zu essen, so wie ihr es gefunden habt und sie verlassen die
Insel bald wieder oder sie sterben." "Das ist ja
schrecklich!" rief die kleine Fee und sie fragte sich was wohl
mit den Piraten geschehen war. Denn auch wenn die Piraten ihr grob
und gierig erschienen waren, wünschte sie ihnen doch alles Gute.
"Nein, kleine Fee, so schrecklich ist das nicht." sagte die
Königin "Nur jene, die gierig auf Gold sind oder versuchen
Tiere in unserem Dschungel zu jagen, jene die versuchen einen wilden
Affen zu fangen und ihn entführen wollen um ihn in den Zoo zu
stecken , sterben im Dschungel. Nur so sind wir geschützt. Verstehst
du das, kleine Fee? Nur wer in in böser Absicht kommt, verlässt die
Insel ohne sein Ziel erreicht zu haben. Wer als Freund zu uns kommt
und ein gutes Herz hat, der erreicht das Innere der Insel und findet
uns." Die kleine Fee verstand nun das es der Dschungel war, der
die wilden Affen schützte und sie wußte nun auch das es die Affen
sehr traurig machte wenn jemand im Dschungel starb. Sie wußte auch
das die Menschen oft Tiere in den Zoo sperrten und gierig auf ihre
Zauberkraft waren, wenn sie sie sahen. Nur die Kinder waren da
anders.
"Aber,
liebe Königin" sagte da der kleine Affe. " Ihr habt gesagt
das ihr unsere Hilfe braucht. Unser Fell hat die Farbe gewechselt und
es stimmt das wir hoffen das ihr uns helfen könnt. Aber womit können
wir Euch dienen, wenn der Dschungel euch doch so gut schützt?"
fragend sahen sie die Königin an und diese antwortete: " Wißt
ihr, ihr könnt mir helfen und ich Euch. Das ist ganz einfach. Von
Zeit zu Zeit muss der Zauber, der die Insel schützt erneuert werden.
Damit er seine Kraft behält, bedarf es eines kleinen Zaubers. Der
kleine Zauber besteht darin, diejenigen, die mit gefärbten Fell in
den Tempel kommen zurück zu verwandeln. So werdet ihr Eure alte
Farbe wiederbekommen und die Insel wird einen neuen Schutz haben."
"Au fein!" riefen da der kleine Affe und die kleine Fee. "
Das ist ja ganz einfach und wir helfen Euch gern."
Da
klatschte die Königin in die Hände und der alte Affe erschien mit
einer großen Kiste. Fast sah die Kiste ein wenig aus wie die
Zauberkiste der kleinen Fee und die kleine Fee merkte, das sie sich
ein wenig nach zu Hause sehnte.
"Eine
Frage habe ich noch, Frau Königin." sagte der kleine Affe. "Ihr
habt mich kleiner Prinz genannt und gesagt das ich der Erbe eures
Thrones sei. Bedeutet das das ich einmal König werde? Und heisst das
, das ich für immer hier bleiben muss?" Erschrocken sah die
kleine Fee den kleinen Affen an und ergriff seine Hand. Daran hatte
sie nicht gedacht. "Ja und Nein." sagte die Königin, "Du
bist mein Erbe und eines Tages wirst du mein Königreich übernehmen,
aber bis dahin kannst du gehen wohin du willst und hierher kommen
wann immer du möchtest. Du natürlich auch kleine Fee. Außerdem
sagte ich doch bereits das wir Affen sehr alt werden" "Nun
dann ists ja gut" sagte der kleine Affe. "Ich hätte die
kleine Fee nämlich nur ungerne Allein gelassen. Besonders bei Regen
wäre das nicht gut. Aber wenn es noch sehr lange dauert, will ich
gerne eines Tages zurückkommen und Euer König sein."
Die
kleine Fee fand das hatte der kleine Affe sehr schön gesagt und er
sah auch schon so richtig, wie ein kleiner Prinz aus.
Dann
öffnete der alte Affe die Kiste und nahm einen goldenen Zauberstabt
heraus, der mit allerlei Zeichen verziert war und am obersten Ende
einen Kristall trug. " Was müssen wir nun tun?" fragte der
kleine Affe. "Erinnerst du dich noch an das Lied, das deine
Mutter dir immer vorgesungen hat?" fragte die Königin.
Natürlich erinnerte sich der kleine Affe an das Lied. Er hatte es ja
eben erst auf dem Weg zum Palast vor sich hingesummt. Er nickte. "Wir
müssen das Lied gemeinsam singen." So sangen die Königin und
der kleine Affe das Lied gemeinsam und die kleine Fee und der alte
weise Affe hörten bedächtig zu. Es war sehr schön das alte Lied zu
hören. als sie zuende gesungen hatten, fing der Kristall auf dem
Zauberstab an zu leuchten und das Leuchten wurde immer heller und
heller. So hell das die umherstehenden die Augen schließen mussten.
Als sie nach einer Weile die Augen wieder öffneten rief die kleine
Fee erfreut:" Kleiner Affe, du siehst wieder genauso aus wie
früher" "Du auch!" rief der kleine Affe und sie
fielen sich um den Hals und tanzten in der großen Halle umher. Der
alte Affe und die Königin tanzten auch ein wenig.
Der
kleine Affe und die kleine Fee blieben noch einige Tage bei der
Königin. Doch eines Tages wachte die kleine Fee auf und sagte:"
kleiner Affe, ich möchte so gerne nach Hause." "Gut."
sagte der kleine Affe "Lass uns gehen." Und so gingen sie
zu der Königin und dem alten Affen und sagten Aufwiedersehen und die
Königin sagte " Besucht uns bald mal wieder." dann nahm
die kleine Fee etwas Zauberstaub aus ihrem Beutel und sagte "Lange
Reise, ohne Pause. Zauberstaub bring uns nach Hause!".
Sie
schlossen die Augen und als sie sie wieder öffneten, waren sie in
ihrem kleinen Zimmer auf dem Dachboden. Als die kleine Fee aus dem
Fenster blickte, rief sie "Guck kleiner affe, die Sonne scheint
und dort ist ein Regenbogen!" Aber der kleine Affe hörte sie
nicht, denn er war viel zu sehr damit beschäfftigt seine Muscheln in
kleine Haufen zu ordnen.
Immer wenn der leine Affe schläft
immer,
wenn der kleine Affe schläft
Anna Frontzeck
Wisst Ihr, wer der kleine Affe ist? -
Nein? – Na, dann hört gut zu!
Der kleine Affe ist ein ganz besonderes
Tier. Er ist so klein, dass wir aufpassen müssen, ihn nicht aus den
Augen zu verlieren. Der kleine Affe ist ungefähr so groß, dass er
in Eure Hand passt. Er hat ein kuschelig braunes Fell am ganzen
Körper und einen wuschlig weißen Schwanz, mit dem er sich an den
Bäumen des Waldes festklammern kann. Zwei kleine, schwarze Augen
schauen neugierig aus seinem Gesicht in die Welt hinaus, dazwischen
ragt eine rosarote Stupsnase hervor, und von beiden Seiten des Kopfes
stehen zwei spitze Ohren ab. Am Ende der beiden Ohren wachsen weiße
Fellbüschel, die sie im Winter warm halten. - Seht Ihr, wie niedlich
der kleine Affe in die Welt hinausguckt?
Natürlich hat der kleine Affe auch
eine Affenmama und einen Affenpapa. Mit ihnen lebt er in einer
kleinen Höhle auf einem großen, uralten Baum in der Mitte des
Waldes. Dort ist es sehr kuschelig warm, und sie sind geschützt vor
Regen, Sturm und Schnee. - Tagsüber macht der kleine Affe gerne
lange Spaziergänge mit Affenmama. Da der kleine Affe noch sehr klein
ist und Affenmama ihn nicht verlieren möchte, muss er sich dabei
ganz fest an Affenmamas Rücken festhalten und gräbt dabei seine
kleinen Pfoten in ihr Fell. So fällt er nicht hinunter, wenn sie von
Baum zu Baum springen und das Leben im Wald genießen. Nachdem sie
stundenlang von Ast zu Ast hüpfen, die leckersten Blätter und Nüsse
finden und die lustigsten Spiele spielen, kehren sie glücklich und
müde zu ihrem Baum zurück. Dort wartet der Affenpapa bereits mit
dem Abendbrot auf sie, denn es wird draußen schon dunkel.
Bald nach dem Abendbrot muss der kleine
Affe ins Bett. - Ihr denkt jetzt bestimmt, dass der kleine Affe das
genauso wenig mag wie ihr, aber da irrt ihr Euch. Der kleine Affe
freut sich sehr, er hat nämlich ein Geheimnis, von dem keiner etwas
weiß. Nachdem Affenmama dem kleinen Affen das Gesicht gewaschen und
die Ohren gebürstet hat, klettert der kleine Affe in sein weiches,
warmes Bett und kuschelt sich ein. Ihr werdet es nicht glauben, der
kleine Affe freut sich so sehr, im Bett zu sein, dass er fast Angst
hat, vor Freude nicht einschlafen zu können. - „Aber,“, werdet
Ihr jetzt fragen und die Nase rümpfen, „worauf freut sich denn der
kleine Affe so sehr?“. - Ich weiß, dass Ihr es sehr doof findet,
ins Bett zu gehen und das nicht verstehen könnt. – Also, hört gut
zu, und ich erzähle weiter...
Der kleine Affe liegt nun in seinem
Bett und schließt die Augen. Freudig kuschelt er sich in seine Decke
und atmet ein und aus. Er atmet direkt in sein kleines Affenherz
hinein, und dann bemerkt er, wie es in seiner Brust zu leuchten
beginnt. Zuerst leuchtet es ganz sanft und warm, allmählich leuchtet
es immer stärker und wärmer. Fast ist es so, als hätte jemand eine
Kerze in seinem Inneren angezündet, die leicht und leise in seinem
Herzen scheint und deren Leuchten immer größer wird. Bald erfasst
es seinen ganzen Körper und ihm ist, als würde er schweben. So
schön ist dieses Gefühl, wie eine Mischung aus Rosenblüten,
Gummibärchen und Brausepulver, und es kribbelt, als würde Eure Mami
Euch ganz fest in den Arm nehmen! Und dann, als der kleine Affe schon
denkt, er würde zerspringen, so schön ist das Gefühl, springt er
wirklich, mitten hinein in das Leuchten in seinem Herzen, und er
fliegt in dem Licht und den Funken, die im Dunkeln glitzern.
Langsam macht er die Augen auf und
steht mitten auf einer grünen Wiese voller Blumen und
Schmetterlingen. Die Sonne scheint ihm aufs Fell, und es ist ganz
warm und still um ihn herum. Da hört er ein Rufen. Es klingt wie ein
Band aus kleinen silbernen Glöckchen. Er schaut sich um. "Kleiner
Affe, kleiner Affe!", ruft die Stimme und kommt immer näher. -
"Ahh..., da bist du ja endlich, kleiner Affe! Ich habe dich
schon erwartet. Wieso kommst du denn so spät?" – Nanu, werdet
Ihr denken, wer ist denn das? - Seht hin, denn da kommt doch
wahrhaftig eine kleine Fee auf unseren Affen zugeflogen. Sie sieht
sehr komisch aus, könnte man sagen. Ihr Kleid ist aus vielen bunten
Stofffetzen zusammengenäht. Ihre Haut schimmert grünlich, sie hat
lange grüne Ohren, die vom Kopf abstehen, und ihre Haare schimmern
lila. Ihre Flügel flattern aufgeregt auf und ab, und um sie herum
glitzert Feenstaub in der Luft. - Nein wirklich, so kann man doch
nicht herumlaufen, ähh... herumfliegen, denkt Ihr jetzt vielleicht
und grinst. Aber, so ist das mit Feen. Feen sind eben keine besonders
vernünftigen Wesen, und es ist sehr schwer, eine Fee dazu zu
bewegen, sich ordentlich zu kleiden. Und gerade unsere kleine Fee ist
ein besonders schwerer Fall von Unordnung. - So oder so, da stehen
sie nun, der kleine Affe und die kleine Fee und lächeln sich an. Der
kleine Affe und die kleine Fee sind nämlich Freunde, und immer wenn
der kleine Affe schläft, treffen sich die beiden im Feenland. Nun
wisst Ihr auch, was das Geheimnis vom kleinen Affen ist.
"Ich habe eine Überraschung für
Dich, kleiner Affe.", sagt die kleine Fee. Dann greift sie nach
einem blauen Samtbeutel, der an ihrem Gürtel hängt, öffnet ihn und
greift hinein. Ehe der kleine Affe sich versieht, pustet sie ihm eine
Handvoll Zauberstaub ins Gesicht. Der kleine Affe niest und will
gerade schimpfen und laut rufen: "Spinnst du?", da nimmt
die kleine Fee seine Hand und sagt: "Und jetzt spring!" -
Also springt der kleine Affe in die Luft und zu seiner Verwunderung
landet er nicht wieder auf dem Boden sondern er fliegt! - Ja, der
kleine Affe kann plötzlich richtig fliegen und dreht sich fröhlich
in der Luft um seine eigene Achse. Da ist der kleine Affe der kleinen
Fee auch nicht mehr böse, weil sie ihm den Zauberstaub ins Gesicht
gepustet hat. Sie hat es ja nicht so gemeint. Er findet, es ist sehr
schwer, der kleinen Fee lange böse zu sein, besonders da es so schön
ist, durch die Luft zu fliegen.
Hand in Hand fliegen sie höher und
höher dem Himmel entgegen. Bald sind sie so hoch, dass sie die Wiese
unter sich nicht mehr erkennen können, und hier und da saust schon
eine Sternschnuppe an ihnen vorbei. - "Die nächste
Sternschnuppe schnappen wir uns!", ruft die kleine Fee. Gesagt,
getan! Als die nächste Sternschnuppe vorbeisaust, packt der kleine
Affe kurzerhand zu. Mit einer Hand hält er sich an der Sternschnuppe
fest, mit der anderen an der Elfe, und so sausen sie in
Lichtgeschwindigkeit einmal durchs Universum. Was es nicht alles zu
entdecken gibt in diesem riesigen Universum! Sterne und Spiralnebel
glitzern und funkeln in allen erdenklichen Farben um sie herum.
Schwarze, grüne und blaue Löcher verschwinden plötzlich im Nichts.
- "Wenn ich sage: Jetzt!, dann lässt du los!", ruft die
kleine Fee. - "Jetzt!" - Der kleine Affe lässt die
Sternschnuppe los und landet überrascht auf einem Asteroid. Der ist
riesig und schwarz, und die Landung ist etwas unsanft. Der kleine
Affe reibt sich die Stelle, auf die er gefallen ist.
"Wenigstens haben wir den Bus
nicht verpasst.", sagt die kleine Fee und plappert weiter drauf
los: "Weißt du, Asteroiden sind nämlich im Gegensatz zu dem,
was sie auf der Erde sagen, nicht nur leblose Steine. Nein, sie sind
die Busgesellschaften des Universums. Sie treiben nicht nur ziellos
durch das All, sie sind sozusagen so etwas wie ein riesiges
Busunternehmen. Die großen Steine führen uns kreuz und quer durchs
Universum und kosten nichts. Ist das nicht wundervoll? Die Fahrkarte
bekommt man durch ein Lächeln. Es kann einem allerdings passieren,
dass man, wenn man mal schlecht drauf ist, ein paar Tage warten muss,
bis man mitgenommen wird."
"Die Fahrkarten bitte!",
unterbricht da ein kleiner, dicker Troll die kleine Fee; der kleine
Affe und die kleine Fee lächeln ihm strahlend entgegen. Der Troll
zieht zwei Schmetterlinge aus seiner Tasche und lässt sie eine Weile
über ihren Köpfen schweben, dann zerplatzen die beiden
Schmetterlinge über ihnen. Ein glitzernder Funkenregen ergießt sich
über sie und bleibt an ihrem Haar kleben. - "An der
Milchstrasse bitte links! Wir möchten zur Kassiopeia, der
Sternschildkröte, denn wir haben einen Brief für sie.", sagt
die kleine Fee artig und macht einen höflichen Knicks. Der kleine
Affe sieht sie überrascht an, aber bei Feen weiß man ja nie!
Sie sitzen eine Weile da und schauen
auf das Sternbild, das um sie herum in tausend Farben zu spielen
scheint. Sie sehen den großen Bären an sich vorbeiziehen, und das
Zeichen der Zwillinge tanzt an ihnen vorüber. Irgendwann ruft der
kleine Troll ihnen zu: "Zur Milchstrasse links! Nächster
Halt!". Sie packen ihre Sachen zusammen, hüpfen an der
Milchstrasse links heraus und stehen inmitten der funkelnden Sterne.
Der kleine Affe setzt sich auf den Boden, legt seine Arme um die Knie
und murmelt bedrückt: "Ich habe Hunger!". Dabei sieht er
so bekümmert aus, dass die kleine Fee am Liebsten laut gelacht
hätte, doch das wäre nun wirklich nicht höflich. Deshalb gluckst
sie nur vergnügt und setzt sich neben den kleinen Affen auf den
Boden. "Mach dir keine Sorgen, im Universum werden fast alle
Wünsche sofort erfüllt und bestimmt...", sie bricht ab, denn
in der Nähe schallt ein lautes Rufen. Durch die Stille der Sterne
dringt: "Simitci, simitci, frische
Sesamkringel!!!" - "Wir haben Glück!", ruft die
kleine Fee und springt auf. "Frische Sesamkringel! Komm!"
Der kleine Affe folgt ihr und ist sehr verwundert darüber, dass
mitten im Himmel ein türkischer Sesamkringelverkäufer herumläuft
und seinem Gewerbe nachkommt. Nach einer kleine Weile kommen sie an
den Rand eines Waldes, und dort steht ein Simitciverkäufer, der
ihnen gerne einige Sesamkringel und ein Glas Milch gibt. Er verlangt
dafür kein Geld, sondern bittet sie nur, die alte Sternschildkröte
von ihm zu grüßen, bevor er verschwindet. Mit dem Gebäck und der
Milch in den Händen klettern sie nun auf einen Baum, und dort
schmeckt ihnen das Essen gleich doppelt so gut. - "Das ist das
Beste was ich je gegessen habe.", schmatzt die kleine Fee. -
"Mmmh...", schmatzt der kleine Affe zurück und grinst. Es
geht ihm sehr viel besser, nachdem er gegessen hat.
Nachdem sie ihr Mahl beendet haben,
machen sie sich auf den Weg zu der großen Sternschildkröte
Kassiopeia. Sehr weit ist es nicht. Als sie angekommen, stehen sie
vor einem riesigen Hornberg, dessen Eingangshöhle mit einer Tür
verschlossen ist. Sie klopfen und warten geduldig, denn sie wissen
ja, dass Schildkröten sich sehr langsam bewegen und es etwas länger
dauern kann, bis Kassiopeia die Tür erreicht. Nach einer Weile
öffnet sich die Tür, eine kleine goldene Schildkröte mit weisen
alten Augen schaut ihnen entgegen. - "Ja bitte?", fragt sie
mit einer zittrigen Stimme. - "Guten Tag, Frau
Sternschildkröte,", sagte die kleine Fee, "wir haben eine
Einladung für Sie von meiner Tante, der großen Fee. Sie bittet Sie
recht herzlich, zu ihrem Geburtstag in einer Woche vorbeizukommen.
Sie hofft, dass Sie pünktlich kommen. Bitte, machen Sie sich bald
auf den Weg." - Die Sternschildkröte strahlt, als sie die Worte
der kleinen Fee hört, sie nimmt die Einladung mit Freude entgegen
und verspricht, sich schon am nächsten Morgen auf den Weg zu machen.
Die Tür des Hornberges schließt sich,
die kleine Fee greift den kleinen Affen bei der Hand. "Jetzt“,
sagt sie „ist es aber höchste Zeit, nach Hause zu kommen. Es wird
ja schon hell. Am besten verzichten wir auf den Bus und nehmen den
Zauberstaub. Ich hoffe, unsere kleine Reise hat dir gefallen.",
und sie nimmt den kleinen Beutel aus ihrer Tasche. "Ja sehr!",
antwortet der kleine Affe. - "Schön, aber nun mach lieber die
Augen zu!" Der kleine Affe schließt seine Augen, die kleine Fee
greift in den Beutel und pustet eine Handvoll Zauberstaub in sein
Gesicht. - "Ha,...ha,...hatschie!“, niest der kleine Affe.
Als er seine Augen wieder öffnet, ist
die kleine Fee verschwunden, und er liegt wieder in seinem Bett. Nur
aus der Ferne hört er sie noch rufen: "Bis morgen, kleiner
Affe!". Er murmelt: "Gute Nacht, kleine Fee! - Ich hab dich
lieb!". Dann hört er, dass Affenmama im Nebenzimmer das
Frühstück macht. Er springt aus dem Bett, rennt hinüber und wirft
sich in ihre Arme.
„Du wirst es nicht glauben, was ich
erlebt habe!“, sagt er, als er sich ankuschelt. „Soll ich es Dir
erzählen?“
Das kleine Marunkel
Das kleine Marunkel und Tobi
Das kleine Marunkel lebt auf einem
anderen Stern. Dort lebt es seit vielen Jahren und hat viele
Freunde. Die Lieblingsbeschäfftigung des kleinen Marunkels ist es
Wünsche zu erfüllen und andere Wesen glücklich zu machen. Eines
Tages, als das kleine Marunkel gerade überlegte wen es wohl heute
einen Wunsch erfüllen könnte, klopfte ein Freund an seine Haustür.
Der Freund war lange Zeit auf Reisen gewesen und das Marunkel freute
sich nun seinen Reiseberichten zu lauschen. Nach einer Weile sagte
der Freund “Weißt du, Marunkel, auf meiner Reise war ich auf einem
ganz besonderen Stern, weit weg von hier, in einer anderen Galaxie.
Dieser Stern heißt Planet Erde.” Das Marunkel lauschte gespannt.
“Auf diesem Planeten,” fuhr der Ferund fort “gibt es eine
besondere Art Mensch, die Kinder. Sie spielen und lachen gerne und
sind auch sonst sehr freundliche Wesen” Das marunkel wurde ganz
aufgeregt als es das hörte und fragte sich ob es gut wäre einigen
dieser Kinder ein paar Wünsche zu erfüllen. Es ließ sich von
seinem Freund den Weg zur Erde ganz genau beschreiben. Bald darauf
verabschiedete sich der Freund wieder, den er wollte noch einen
anderen Freund auf einem anderen Planeten besuchen. Als er gegangen
war beschloß das Marunkel zur Erde zu reisen. Gesagt, Getan!
Das Marunkel packte alle wichtigen
Sachen in seinen Rucksack. Zuallererst packte es einen Beutel
Feenstaub hinein. Den Feenstaub war seine Lieblingsspeise und auch
sonst sehr nützlich. Dann kam sein Wunschblock hinzu. Wenn man einen
Wunsch auf den Wunschblock schrieb ging er garantiert in
Erfüllung.Als nächstes packte das Marunkel sein Zukunftsfernrohr in
den Rucksack und ganz oben hinauf kam noch seine Zauberblume
Esmeralda. Als alles gut verstaut war, zog das Marunkel seine
Zauberschuhe an , guckte sich noch einmal um und sagte “Zur Erde,
bitte!” Da machte es ein kleines “Plop” und...
Die Kuscheltierfabrik
Als das Marunkel die Augen öffnete,
war es sehr erstaunt was es zu sehen und vor allem zu hören bekam.
Um es herum war es sehr laut. Es zischte, pochte, puffte, knatterte
und quietschte. Ab und zu knallte es auch und dazwischen vernahm das
Marunkelimmer wieder stimmen, die sich Dinge zuriefen. Um zu schauen
wo es den hier gelandet war, rappelte das Marunkel sich auf und
versuchte sich aufzusetzen. Da bemerkte es das der Boden unter seinen
Füssen sich quietschend bewegte. Erstaunt sah es sich um. Rechts und
Links von im saßen zwei identische Wesen mit braunem Fell, großen
Knopfaugen und plüschigen Ohren. Das Marunkel wandte sich an eines
der beiden und fragte “Wo bin ich hier?” Das Wesen antwortete mit
brummiger, tiefer Stimme, “ Du bist hier in Teddys
Kuscheltierfabrik.” Das Marunkel, das nicht wußte was eine
Kuscheltierfabrik war, fragte nach “ Was ist das eine
Kuscheltierfabrik?” Der Teddybär, den das Wesen mit dem Marunkel
sprach war ein Teddybär grinste und antwortete “ Das weißt du
nicht? Du bist wohl nicht von hier! In einer Kuscheltierfabrik werden
Kuscheltiere geboren um dan hinaus in die Welt zu ziehen und mit den
Menschenkindern zu spielen und zu kuscheln. “ Das kleine Marunkel
wußte zwar nicht was das war ein Kuscheltier, aber das es von hier
aus bald zu den Kindern kommen würe freute es sehr. Es wollte sich
gerade bei dem Teddybär bedanken, alses spürte, wie eine rieige
hand es ergriff und von dem Fließband nahm. Es hörte eine stimme
sagen “ Den hier kan man wohl kaum verkaufen. Der sieht schon recht
ungewöhnlich aus. Niedlich ist er schon. Ich denke ich werde ihn
meinem Sohn Tobi zum Geburtstag mitbringen. Eigentlich wünscht sich
Tobi ja einen Hund, aber daraus wird dieses Jahr noch nichts. Er wird
sich über das Kuscheltier hier freuen!” Die große Hand nahm das
Marunkel und packte es in eine Tasche. Da saß es nun und freute sich
bald Tobi kennenzulernen. Im Dunkeln der Tasche nahm es seinen
Wunschblock heraus und schrieb mit großen Buchstaben “Einen Hund
für Tobi” hinein. Dann aß es etwas Feenstaub und wartete.
Ein Haufen Geschenke
Tobi saß auf seinem Bett und packte
seine Geburtstagsgeschenke aus. Tobi feierte seinen fünften
Geburtstag und er hatte sich von seinen Eltern einen Hund gewünscht.
Da saß er nun, in seinen blauen Pyjama auf dem Bett umgeben von
raschelndem Geschenkpapier und bunt verpackten Kästchen. Tobi hoffte
das in einem der Päckchen ein Hundebaby versteckt war. Aufgeregt
machte er sich ans auspacken. In dem ersten Geschenk war ein großes
rotes Feuerwehrauto. In dem zweiten Packet war ein selbstgestrickter
Pullover von seiner Tante Laura. Danach bunte Filzstifte, ein
Malbuch, eine Packung Sterne die im Dunkeln leuchten. Mit jedem
Geschenk, das Tobi auspacktespürte er seine Entäuschung größer
werden. Denoch lächelte er bei jeden Geschenk um seine Eltern nicht
traurig zu machen. Er freute sich natürlich auch über die Sachen,
die er geschenkt bekam, aber er hatte sich sooo sehr einen Hund
gewünscht. Dann lag nur noch ein Geschenk vor ihm. Es war eine rote
Box mit einer blauen Schleife, gerade so groß das ein Hundebaby
hineinpassen könnte. Tobis Hand zitterte beim auspacken. Er öffnete
die blaue Schleife und nahm den Deckel von der Box und... vor ihm lag
das Marunkel. Tobi fand sofort das das ein sehr komisches Kuscheltier
war und spürte die Enttäuschung in seinem Herzen. Kein Hundebaby.
Er schluckte, bedankte sich bei seiner Mama und seinem Papa für die
schönen Geschenke. Das Marunkel packte er achtlos zu de anderen
Geschenken auf den Schreibtisch. “Es wird Zeit für den
Kindergarten, Tobi” sagte die Mama. Schweren Herzens zog sich Tobi
an und machte sich auf den Weg zum Kindergarten.
Da Marunkel wunderte sich ein wenig
über Tobis so kühle Begrüßung, lehnte sich dann aber entspannt in
der roten Box zurück und schlummerte ein wenig um sich auszuruhen.
“Hallo, Ich bin Marunkel”
Abends als Tobi ins Bett ging wurde das
Marunkel wach. Nachdem Tobis Eltern “Gute Nacht” gesagt und das
Licht ausgemacht hatten, rappelte sich Marunkel in seiner Kiste auf
und schob den Deckel beiseite. “Tobi” flüsterte es leise in den
Raum, “ Tobi, schläfst du schon?” Tobi setzte sich erschrocken
im Bett auf und fragte schüchternin den Raum “Ist da wer?” Das
Marunkel schob den Deckel der Geschenkbox beiseite und sagte, “
Guten Abend, Tobi. Ich bin Marunkel!” Tobi rieb sich verdattert die
Augen und starrte die Geschenkbox an, “Wer bist du?”fragte er
stotternd und rieb sich abermals die Augen um sich zu vergewissern
das er nicht träumte. . Er schaute das Marunkel fassungslos an. “Ich
bin Marunkel. Ich komme von einem anderen Stern und wollte dich
besuchen um dir einen Wunsch zu erfüllen.” Das Marunkel kletterte
aus seiner Box, sprang vom Schreibtisch und lief auf Tobis Bett zu.
Tobi zog sich die Bettdecke bis zur Nasenspitze und fragte mit
zitternder Stimme “bist du ein Geist oder ein Monster?”. Das
Marunkel, das gerade dabei war auf Tobis Bett hinauf zu klettern,
hielt inne... Dann kicherte es leise und sagte, “ Nein, ich bin
kein Geist und auch kein Monster. Ich bin das Marunkel und ich möchte
dein Freund sein”. Mit diesem Satz auf den Lippen sprang das
Marunkel auf Tobis Bett und wanderte über die Bettdecke. Dann setzte
es sich genau vor Tobis Füße und guckte ihn an. “Ma-run-kel?”
sagte Tobi, “ du willst mein Freund sein?” “Sehr gerne!”
antwortete das Marunkel. Das Marunkel nahm sein Zukunftsfernrohr aus
dem Rucksack und guckte hindurch. Dann wandte es sich wieder an Tobi.
“Tobi, zieh dir bitte ein paar warme Sachen an. Wir müssen los!”
“wohin müssen wir denn?” fragte Tobi. “ Nun, wir wollen doch
das dein Wunsch in Erfüllung geht. Deswegen machen wir uns besser
gleich auf den Weg!”
Ein Wunsch im Herzen
Nachdem sich Tobi einige Sachen
angezogen hatte, schlichen er und das Marunkel in die Küche. Dort
Packten sie etwas Reiseproviant in den Rucksack. Dann verließen sie
das Haus und schloßen leise die Tür hinter sich. Sie wanderten die
dunkle Strasse hinunter, die vom dämerigen Licht der
Strasseblaternen beschienen war. Über ihnen Leuchtete der Mond. Als
sie einige Zeit schweigeng gelaufen, hier und dort rechts und links
gegangen waren, fragte Tobi das Marunkel, “Marunkel, denkst du
wirklich das mein Wunsch in Erfüllung geht? Denkst du ich bekomme
einen Hund? Wie denkst du wird das geschehen?”.
Das Marunkel blieb stehen, kratzte sich
nachdenklich an der Nase und sagte dann:” Wie das geschehen wird,
Tobi, weiß ich wirklich nicht. Ich weiß nur, das wenn jemand ganz
tief im Herzen einen Wunsch hat, das Universum diesen Wunsch mit
jedem Herzschlag hören kann. Und ich weiß das wenn man ganz fest
daran glaub das der Wunsch in Erfüllung geht, das Universum einem
mit allen seinen Möglichkeiten hilft das der Wunsch wahr wird. Aber
wie das geschieht das weiß man vorher nicht! Komm, lass uns
weitergehen, damit wir rechtzeitig ankommen.” Tobi und das Marunkel
gingen schweigend weiter und Tobi versuchte mit jedem Herzschlag ganz
fest daran zu glauben das sein Wunsch wahr werden würde. Als er so
ganz still in sich hineinhorchte war ihm als würde er tief in seinem
Inneren die Melodie eines Windspiels hören.
Ein bißchen Geduld und eine alte
Baugrube
Als Tobi und Marunkel nach einer Weile
vor einem alten Baugrundstück angekommen waren, blieb das Marunkel
stehen. “Hier sind wir richtig!” sagte das Marunkel, “Wir
müssen nur noch irgendwie über den Zaun kommen.” Das
baugrundstück war von einenm großen Bauzaun umgeben und Tobi und
das Marunkel machten sich nun daran eine Lücke oder einen anderen
Durchgang zu finden. Nach kurzer Zeit hörte das Marunkel Tobi rufen,
“ Hier! Marunkel, hier ist ein Loch unter dem Zaun. Hier können
wir durchkriechen!” Gesagt, Getan! Sie krochen unter dem Zaun
hindurch und betraten das alte Baugrundstück. “Was machen wir
nun?” fragte Tobi, der das ganze sehr aufregend fand. “Ich
glaube,” sagte das Marunkel, “das Beste ist, wir fragen jetzt
Esmeralda.” “Wer ist Esmeralda?” fragte Tobi. “Esmeralda ist
meine Zauberblume. Ich wußte doch das es gut war sie mitzunehmen.
Esmeralda weiß eigentlich immer eine gute Antwort auf alles
mögliche. Wir müssen sie nur kurz wecken. Sie schläft unglaublich
gerne!” Das Marunkel öffnete seinen Rucksack und holte Esmeralda
heraus. Dann stellte er sie vor sich auf den Boden. Esmeralda hatte
alle ihre Blütenblätter verschloßen. “Hey, Esmeralda! Wach auf!
Wirbrauchen dich!” Ganz langsam, mit einem kleinen Seufzen, öffnete
Esmeralda ihre Blütenblätter. Dann hörte Tobi eine leise
klingelnde Stimme, die verchlafen fragte, “Was ist den los,
Marunkel? Warum schreist du den so? Ich habe gerade sooo schön
geträumt.” Tobi sah das sich zwischen den Blüttenblättern ein
kleines, zierliches Gesicht mit großen Augen befand, das sie
verschlafen anblinzelte. Esmeralda gähnte herzhaft. “Nun erzähl
schon Marunkel, was ist den los? Ich möchte sooo gerne
weiterträumen!” Das Marunkel erzählte das sie auf der Suche nach
Tobis Wunsch waren, wie sie hierhergekommen waren und das sie nun
nicht wußten was sie auf dem alten Baugrundstück tun sollten. Als
Marunkel seine Geschichte beendet hatte, gähnte Esmeralda nochmal
und sagte dann, “ Das ist einfach! Dort hinten ist eine tiefe
Grube. Dort müsst ihr hinabsteigen. Dann macht ihr es dort bequem
und wartet. Kurz nach Sonnenaufgang erfüllt sich Tobis Wunsch von
selbst.” Esmeralda blinzelte mit den Augen. “Ihr müßt nur
warten und ein bißchen Geduld haben.” Dann gähnte die Zauberblume
wieder herzzerreisend, schloß ihre Augen, murmelte “Gute Nacht ihr
Beiden!” und schloß Blütenblatt für Blütenblatt.
Tobi und Marunkel gingen zum hinteren
Teil des Baugrundstücks. Dort entdeckten sie die Grube von der
Esmeralda gesprochen hatte. Sie schauten über den Rand der Grube.
Sie war mindestens drei Meter tief. Tobi schaute das Marunkel an und
sagte, “Wenn wir da hinein klettern, kommen wir bestimmt nicht mehr
heraus. Wie sollen wir überhaupt da runter kommen?” “Das ist
einfach!” sagte das Marunkel, “Wir benutzen meine Zauberschuhe.
Du hälst dich an mir fest und wir schweben hinunter.” “Aber wie
sollen wir dann wieder hinaus kommen?” “Das werden wir sehen,
wenn dein Wunsch sich erfüllt hat. Irgendeine Lösung gibt es immer.
Ersteinmal müssen wir warten und Geduld haben, wie Esmeralda gesagt
hat.” Tobi nickte, immer noch ein bißchen unwillig mit dem Kopf,
hielt sich dann aber an dem Marunkel fest und gemeinsam schwebten sie
hinab in die Grube. Am boden angekommen machten sie es sich bequem
und Packten ihren Reiseproviant aus. Abenteuer machen bekanntlich
sehr hungrig. Als sie gegessen hatten, gähnte Tobi herzhaft
undmurmelte mit halbgeschlossenen Augen, “Wenn wir schon warten
müssen, können wir auch ein bißchen schlafen. “ Er kuschelte
sich an das Marunkel an und einige Atemzuüge später waren beide
tief und fest eingeschlafen.
Ein Scharen, Ein Knurren, und ein
freudiges Erwachen
Als die Morgensonne dämmerte wurden
Tobi und Marunkel wach. Sie guckten sich verwundert um und dann
lauschen sie gespannt. Am oberen Rand der Grube war ein Scharen zu
hören. “Horch!” sagte das Marunkel, “Hast du das auch gehört?”
Tobi nickte und sie guckten zum Rand der Grube hinauf. Wieder hörten
sie das Scharen. Es verwandelte sich in ein leises Knurren und dann
fiel etwas eRde über den Rand der Grube hinab. “Marunkel!”
flüsterte Tobi aufgeregt, “Ich denke, das hört sich ein bißchen
nach einem Hund an. Denkst du nicht auch?” Da Marunkel nickte und
schaute wieder zum Rand der Grube hinauf um zu gucken was geschah.
Diesmal schnaubte es am Rand der Grube und plötzlich schaute ein
struppiges Hundegesicht herunter. Tobi stieß einen entzückten
Freudensschrei aus.Der Hund bellte und wackelte fröhlich mit dem
Kopf. Das Marunkel lächelte.
“Marunkel,” rief Tobi fröhlich,
“wir müssen irgendwie nach oben und ihm Hallo sagen.” Das
Marunkel schaute nachdenklich die steile Wand der Grube hinauf und
sagte dann:” Weißt du Tobi, ich weiß wirklich nicht, wie wir
wiederdort hinauf kommen. Die Zauberschuhe sind zu schwach um uns
beide nach oben zu tragen. Ich glaube wir brauchen Hilfe.” Tobi
schaute ebenfalls an der Wand hinauf und meinte dann:” Meinst du
der Hund kann uns irgendwie helfen? Vielleicht kann er Hilfe holen?”
“Das ist eine super Idee!” strahlte das Marunkel, “Warte kurz!
Ich schreibe einen Zettel und dann lassen wir den Hund Hilfe holen.”
Das Marunkel nahm seinen Wunschblock aus dem Rucksack und schrieb
mitgroßen, sehr wichtig aussehenden Buchstaben “Rettet Tobi!!!”
hinein, dann riß er den Zettel aus dem Block und bestäubte ihn mit
Feenstaub. Das Blatt schwebte die Grube hinauf und der Hund schnappte
danach. “Du musst meine Eltern finden und sie hierherbringen!”
erklärte Tobi dem Hund. Der Hund schnaubte verständnisvoll und
nickte mit dem Kopf, als habe er verstanden was Tobi sagte. Dann
rannte er los und verschwand.
Eine Kletterpartie nach oben
Der Hund rannte den ganzen Weg bis zu
Tobis Haus und hielt dabei vorsichtig den Zettel von Marunkel
zwischen den Zähnen. In Tobis Zuhause war schon alles in heller
Aufregung. Tobis eltern machten sich große sorgen, weil sie Tobi
nirgends finden konnten. Tobis Vater war gerade dabei den garten nach
Tobi abzusuchen, als der Hund ankam. Er rannte direkt auf Tobis Vater
zu, legte den Zettel aus dem Wunschblock vor seine Füsse und bellte.
Tobis Vater hob den zettel auf und las ihn, dann wandte er sich an
den hund und sagte “Zeig uns wo Tobi ist!” Der Hund bellte und
wedelte mit dem Schwanz. Da rief tobis Vater seine Frau und sie
liefen hinter dem Hund her, bis sie an dem Baugrundstück angekommen
waren. Sie kletterten durch den Zaun und entdeckten Tobi und Marunkel
in der Grube.
“Tobi!2 rief Tobis Mutter
erschrocken, “Wie bist du nur darunter gekommen? Bist du verletzt?”
Tobi schüttelte den Kopf. “Mir geht es gut. Könnt ihr mich hier
rausholen?” Tobi freute sich seine Eltern zu sehen und er war
stolz auf den Hund der es geschafft hatte sie zu holen. “ Die Frage
ist, wie wir dich da rauskriegen.” sagte Tobis Vater und schaute
sich um um zu sehen ob ihm irgendetwas helfen konnte Tobi aus dr
Grube zu befreien. Da bellte es am anderen Ende des Baugrundstücks
und eh sich Tobis Eltern undrehen konnten um zu schauen was dr Lärm
bedeutete kam der Hund angetrottet. ER trug etwas zwischen seinen
Zähnen und legte es vor die Füsse von Tobis Vater. Es war ein
langes dickes seil. “das hast du gut gemacht!” sagte Tobis Papa
und tätschelte dem Hund den Kopf. Der Hund guckte ein bißchen als
würde er grinsen.
Tobis Vater nahm das Seil und band es
um einen Baum in der Nähe der Grube. Dann warf er es zu Tobi
hinunter. Tobi steckte das Marunkel in seinen Rucksack und kletterte
das Seil hinauf. Das war ganz einfach. Oben angekommen nahmen Tobis
Eltern ihn in den Arm. “Auch Tobi,” sagte seine Mutter, “was
hast du dir nur dabei gedacht?” “Ich wollte mir meinen Hund
suchen gehen.” sagte Tobi. Da bellte der Hund, der Tobi so sehr
geholfen hatte und kam schwanzwedelnd auf die kleine Familie zu. Tobi
sah seine Eltern mit fragenden Augen an. Sein Vater seufzte undsagte
dann lächelnd “ich glaube, du hast deinen Hund gefunden, Tobi!”
Tobi strahlte. Dann gingen sie alle gemeinsam nach Hause um zu
frühstücken. Der Hund trottete hinterher.
Ja, und das Marunkel? Das Marunkel saß
in Tobis Rucksack, rieb sich zufrieden den Bauch, aß ein wenig
Feenstaub und sagte ganz leise, “Das haben wir gut gemacht,
Esmeralda.” Esmeralda seufzte leise im Schlaf.
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