Freitag, 11. Juli 2014

Der Kleine Affe Im Reich der Farben


Der Kleine Affe und die kleine Fee im Reich der Farben
Anna Frontzeck


Eines Tages saßen die kleine Fee und der kleine Affe in ihrer Dachkammer in der großen Stadt. Dort lebten sie gemeinsam am Ende eines grossen Dachbodens, in einem kleinen Raum, der im Laufe der Zeit in Vergessenheit geraten war. Es war eine sehr gemütliche Kammer, in der sie lebten. An der Decke hing eine bunte Hängematte, in der der kleine Affe nachts schlief. Er liebte es sehr sanft in den Schlaf geschaukelt zu werden.Das Hin und Her der Hängematte erinnerte ihn an das Wehen der Baumwipfel des Waldes, in dem er aufgewachsen war. Auf dem Boden des Zimmers lag eine alte Matraze mit bunten Kissen und Decken. Dort schlief die kleine Fee. Außerdem stand noch eine große schwarze Truhe unter dem kleinen Fenster, das auf die Dächer der Stadt hinausschaute. Diese Truhe war so riesig, das der kleine Affe und die kleine Fee bequem in ihr sitzen konnten, wäre sie nicht mit allerlei bunten Dingen gefüllt gewesen. Die Truhe hatte die kleine Fee aus dem Elfenland mitgebracht, und in ihr bewahrte sie all ihre Habseligkeiten auf. Manchmal dachte der kleine Affe, es müsse sich bei der Truhe um eine Zauberkiste handeln, denn die kleine Fee holte oft die wunderlichsten Dinge aus ihr heraus. Immer wenn er dachte, er hätte alles gesehen was sich in der Truhe verbarg, zeigte sich ein neuer spannender Gegenstand. Selbst die kleine Fee schien manches Mal überrascht über das, was sie in der Truhe fand, obwohl sie doch eigentlich ihren Inhalt hätte kennen müssen. An der Wand gegenüber des Fensters, in der sich die Tür befand, stand direkt vor der verschlossenen Tür ein selbstgezimmertes Regal. Dort befanden sich die restlichen Besitztümer der beiden. Das Regal war nicht gerade sehr ordentlich eingeräumt. Darin standen Büchsen und Glässer gefüllt mit Perlen, Federn, Steinen und Muscheln, ein paar alte Comics, ein Paar Teller, Gläser und eine verbeulte Teekanne, etwas Brot und Käse, mehrere Bananen, ein Glas Honig, ein alter Tuschkasten, einige Pinsel und vieles mehr was sich in diesem heillosen Durcheinander nur schwer erkennen ließ.
Der kleine Affe saß auf dem Boden und war damit beschäfftigt ein Glas voll Muschel in viele bunte Haufen nach Farbe und Größe zu sortieren. Die kleine Fee saß auf dem Fensterbrett und schaute missmutig auf die Dächer hinaus. Es regnete. Einige Minuten überlegte sie sich, wie lange es wohl noch regnen würde und ob der Regen bis zu den Dächern steigen würde. Dann überlegte sie, ob es vielleicht einen Regenbogen geben würde, wenn der Regen nachließ und ob es wohl möglich wäre, auf dem Regenbogen spazieren zu gehen. Nachdem sie einige Zeit mit verdrossener Miene über diese wichtigen Themen nachgedacht hatte, seufzte sie, denn es regnete immer noch.Weit und breit war kein Regenbogen in Sicht. Da seufzte die kleine Fee noch lauter, schaute zu dem kleinen Affen und sagte: "Kleiner Affe, mir ist sooo langweilig!" Der kleine Affe schaute erstaunt auf, denn er konnte sich nicht vorstellen, wie es war, wenn einem soo langweilig war, vor allem weil er so schöne Muscheln hatte, die man in kleine Haufen sortieren konnte. Er starrte die kleine Fee an und sah dass sie sehr unglücklich aussah. Da tat die kleine Fee ihm leid, denn der kleine Affe begriff, das es sehr schlimm sein musste wenn einem langweilig war. Er war sich beinah sicher das es sogar körperlich weh tat. Er beschloss, der kleinen Fee zu helfen." Komm zu mir, wir schauen uns die Muscheln an und sortieren sie gemeinsam."Die kleine Fee setzte sich zu dem kleinen Affen auf den Boden und sie betrachteten die Muscheln. Der kleine Affe war sehr glücklich doch nach einer Weile seufzte die kleine Fee abermals und sagt "kleiner Affe, mir ist sooo langweilig. Was kann ich nur tun?" Die kleine Fee sah sehr unglücklich aus und der kleine Affe war sich nun sicher das sie auch Schmerzen hatte. Der kleine Affe schaute sich im Zimmer um und dabei überlegte er wie er der kleinen Fee helfen konnte. Da kam ihm eine Idee. Er stand auf, ging zu dem Regal auf der anderen Seite des Raums, nahm den Tuschkasten und die Pinsel heraus und füllte ein leeres Wasserglas mit Wasser. Er war sich sicher das die Farben der kleinen Fee helfen würden. Feen sind ja bekanntlich sehr farbenfrohe Wesen und da heute ein ganz besonders grauer Tag war hoffte er das die Farben ihre Wirkung zeigen würden und die kleine Fee gesund machen würden. Das Grau, da war er sich sicher hatte die kleine Fee krank gemacht." Wir malen ein Bild." sagte der kleine Affe und schaute die kleine Fee an. Für einen Augenblick funkelten die Augen der kleinen Fee auf, aber dann sagte die kleine Fee mit tieftrauriger Stimme" Aber wie nur, kleiner Affe, wir haben doch kein Papier?" Das stimmte. Darüber hatte der kleine Affe noch nicht nachgedacht. Einige Minuten schaute sich der kleine Affe im Zimmer um und dachte "Verdammt!" dann begann er zu lächeln und sagte " Wir malen ein Bild an die Wand!" Da lachte die kleine Fee übers ganze Gesicht, sprang auf und rief "Au ja fein, was für eine tolle Idee!" aufgeregt hüpfte sie auf und ab, klatschte in die Hände und hätte beinah das Wasserglas umgeworfen, als sie den Affen packte und mit ihm durchs Zimmer tanzte. Dabei sang sie laut "an die Wand, an die Wand, malen wir ein Zauberland:" Als die kleine Fee sich wieder beruhigt hatte,räumten sie das Regal von der Wand, schoben es vor die kleine Tür und sahen sich arbeitseifrig an. "Was malen wir? WIr sollten uns auf etwas einigen damit wir uns nicht ins Gehege kommen!" sagte die kleine Fee, "Am besten schlägst du etwas vor und das malen wir dann, kleiner Affe." Der Affe setzte sich auf den Boden und schaute in die Richtung der weißen Wand, ganz wie es ein Künstler tut, bevor er mit seinem Werk begann. Die kleine Fee fand, das er dabei ganz besonders niedlich aussah und sehr, sehr kreativ. Dann stützte der kleine Affe sein Kinn auf die Hand und sagte "also ich wollte schon immer mal auf einem Piratenschiff sein. Aber man weiß nicht genau ob die Piraten freundlich sind, deswegen ist es vielleicht ganz gut, wenn im Hintergrund des Schiffes eine Insel ist, die man, falls die Piraten unfreundlich sind, ich will damit nicht sagen das alle Piraten grundsätzlich unfreundlich sein müssen, aber falls sie es sind könnte man diese Insel schnell erreichen. Und das Meer sollte ruhig und riesig sein. Und die Sonne sollte scheinen. Findest du nicht auch, kleine Fee." Während der kleine Affe das sagte, war es der kleinen Fee als sah sie bereits das grosse Piratenschiff mit seinem weißen Segel und der kleinen Piratenflagge, die hoch oben am Mast im Wind hin und her flackerte. Es war ihr als höre sie das leichte Rauschen der Wellen und das Ferne kreischen der Möwen, fast, ja fast spürte sie die Sonne, die ihre Haut wärmte. Verwirrt schüttelte die kleine Fee den Kopf und sagte zu dem kleinen Affen gerichtet " ja ich glaube es wäre schön ein Piratenschiff zu malen."
Der kleine Affe nickte und sie begannen zu malen. Sie malten das Meer mit wunderschönen blauen Wellen und dem Glitzern der Sonne, das sich auf ihnen spiegelte. Einen hellblauen Himmel mit einer goldenen Sonne und ein paar Möwen die im Wind hin und her flogen. Sie verzichteten darauf in den Himmel Wolken zu malen, denn sie hatten genug vom Regen. Dann malten sie das herrschaftliche Piratenschiff mit seinem riesigen Buck und einer kleinen Meerjungsfrau die als Gallionsfigur diente. drei Masten, drei weiße Segel und ganz oben, gleich über dem Ausguck eine kleine schwarz-weiße Piratenflagge, mit einen weißen Totenkopf und zwei gekreutzen Knochen darunter. Im Hintergrund, rechts von dem Schiff in einiger Entfernung malten sie noch eine kleine Insel mit weißgelben Strand und einem tiefen Dschungel in der Mitte. Dann betrachteten sie ihr Werk und waren rundum zufrieden mit sich und dem was sie sahen.
Lange Zeit saßen sie nur auf dem Boden und schauten sich das Bild an der Wand an, da sprang die kleine Fee plötzlich auf und rief " Du kleiner Affe, ich hab eine Idee!" ohne ein weiteres Wort rannte sie zu der Holztruhe unter dem kleinen Fenster, öffnete sie und krammte wie wild in ihr herum. Sie warf allerlei Dinge aus ihr heraus und murmelte immer wieder, "Wo ist es nur,... Es muss doch hier,... Irgendwo,... Allerdings könnte es auch, ... Ich bin mir sicher es, ...!" Der kleine Affe wurde jetzt auch sehr aufgeregt, denn immer wenn die kleine Fee etwas in ihrer Zaubertruhe suchte, besonders dann wenn sie das Gesuchte auch fand, geschahen irgendwelche höchst ungewöhliche Dinge. Mitten in diese Gedanken rief die kleine Fee jauchzend " Ahh hier ist es ja!" und der kleine Affe schaute ihr entgegen. Sie kletterte aus der grossen Truhe heraus und wedelte aufgeregt mit einem blauen Samtsäckchen hin und her. "Na dann können wir ja endlich anfangen. Du musst dich hier hin stellen, ja so ist es richtig hier genau neben mich, Schau dir das Bild an. und..." bei diesen Worten öffnete die kleine Fee den Beutel, nahm eine Hand voll glitzernden Staub herraus, murmelte etwas das wir nicht verstehen konnten und streute den Zauberstaub auf das Bild an der Wand. Der kleine Affe hatte nicht die Zeit sie zu fragen was denn nun geschehen würde, denn plötzlich begann alles um sie herum sich zu drehen und verschwamm vor seinen Augen. "Nimm meine Hand." sagte die kleine Fee in en Nebel hinein und ergriff seine Hand. Der kleine Affe schloss schnell seine Augen denn ihm wurde plötzlich sehr schwindelig. Dann hörte er die kleine Fee nach einer Weile sagen, "Du kannst die Augen jetzt wieder aufmachen." Der kleine Affe öffnete seine Augen und staunte, das Zimmer um ihn war verschwunden und anstatt in dem kleinen Raum standen sie nun mitten auf einem riesigen Piratenschiff.
Das Meer rauschte und brauste um sie her und unter ihren Füssen wackelte und schaukelte es. " Komm," sagte die kleine Fee, "Wir verstecken uns irgendwo und schauen uns erstmal an wo wir hier gelandet sind." Ihr war auf einmal ziemlich mulmig zumute , den sie konnte ja nicht wissen ob die Piraten, auf deren Boot sie nun standen freundlich waren und dieser Gedanke bereitete ihr Magenschmerzen. Am Allerliebsten wäre sie sofort zurück in ihr kleines Zimmer geflogen, aber da der ganze Ausflug doch ihre eigene Idee gewesen war und sie nicht zeigen wollte wie sehr sie sich nun grusselte, traute sie sich nicht das zuzugeben.
Der kleine Affe hingegen fand es sehr aufregend auf einem Piratenschiff gelandet zu sein und wäre am Liebsten der kleinen Fee um den Hals gefallen und dann losgestürmt einen Schatz zu suchen. Stattdesen nahm er die kleine Fee an der Hand und sie vesteckten sich erstmal in einem der kleinen Rettungsboote am Rande der Reling. Von dort konnten sie das Schiff sehr gut beobachten und als der kleine Affe dann die buntekleideten, aber sehr wild wirkenden Piraten sah, die an Deck arbeiteten war er auch erstmal sehr froh darüber das er nicht von ihnen entdeckt wurde. Nicht das er sich gefürchtet hätte, nein, Affen sind sehr mutige Tiere, aber naja sagen wir einfach er machte sich sehr grosse Sorgen um die kleine Fee.
Plötzlich fingen die Piraten an im wilden Arbeitseifer auf Deck hin und her zu rennen, Befehle zu brüllen und dann erscholl aus den Segeln ein lautes " Land In Sicht!" Zwei der Piraten blieben vor dem Versteck der beiden stehen und die beiden wagten kaum zu atmen, als sie folgendes Gespräch belauschten. Besonders der kleine Affe staunte nicht schlecht als er hörte was ich euch nun erzählte. Der erste Pirat sagte zum zweiten Pirat folgendes " Endlich! Die Insel der Wilden Affen. Die Füsse in den warmen Strand graben und im Schatten der Palmen faulenzen." Der zweite Pirat sagte " Das mit em Faulenzen wirst du dir abschminken müssen, Der Kapitän will den Schatz der Insel und er wird nicht ruhen bis wir es finden, oder,naja hoffen wir das die Gerüchte nicht stimmen und die Insel wahrhaftig verflucht ist. Keiner kehrte jeh wieder der die Insel einmal betretten hat, so sagt man doch!" "Seemannsgarn, nichts als Seemannsgarn" sagte der erste Pirat "Morgen früh werden wir es sehen,wenn wir die Insel betretten. Aber diese Märchen glaube ich noch lange nicht und etwas Gold kann ja wohl nicht schaden!" " Du weisst aber auch das schon so manches Gold, das ein Pirat gefunden hat verflucht war und mit ihm sein Finder." "Aberglaube, Geschwätz, Irrsinn. Lass uns lieber an die Arbeit gehen damit wir morgen an Land gehen können."
Als die Piraten weitergegangen waren, war der kleinen Fee ganz schlecht vor Angst, doch der kleine Affe hüpfte aufgeregt hin und her und rief " Hast du das gehört, kleine Fee, die Insel der wilden Affen!" "Ja" sagte die kleine Fee und fühlte sich dabei so unwohl in ihrer Haut wie noch nie zuvor in ihrem Leben "Verflucht ist die Insel, kleiner Affe , wie schrecklich." Da lachte der kleine Affe und sagte " Nein, nein kleine Fee, ganz wundervoll, nicht schrecklich. Ich weiss doch etwas was die beiden nicht wissen. Übrigens war es eine sehr gute Idee von dir sich zu verstecken, besonders nett fand ich die beiden nicht gerade. Aber gut pass auf,..." da beugte der kleine Affe sich vor und flüsterte der kleinen Fee folgendes in ihre spitzen Ohren:" Einmal vor langer, langer Zeit, so sagen die Alten in meine Familie gab es eine kleine Insel im grossen Meer, auf dieser Insel lebten die wilden Affen zusammen mit ihrer wunderschönen Affenkönigin. Und stell dir vor diese Königin ist soweit ich weiss mit mir verwand, sie ist meine Ur-ur-u-urgroßäffin, wenn ich das richtig sehe. Sie lebt dort in der Mite der Insel in einem alten Tempel. Durch einen sehr alten Schutzzauber ist es nur Freunden und Familienangehörigen möglich diesen Tempel zu finden. Alle anderen verirren sich im Wald. Siehst du kleine Fee du brauchst keine Angst zu haben, du bist meine Freundin und ich ein Affe und da wir das Geheimnis kennen denke ich können wir den Tempel finden." Als der kleine Affe der Fee dies erzählt hatte rief die kleine Fee " Ach, kleiner Affe das ist ja wunderschön, ich freue mich sehr deine Ur-Ur-Ur-Großkönigin kennenzulernen und sie zu besuchen. Lass uns recht bald losgehen und dieses schreckliche Piratenboot verlassen."
So warteten die kleine Fee und der kleine Affe bis es dunkel wurde und die Piraten schliefen, dann liesen sie das Boot zu Wasser und ruderten im Mondenschein zu der Insel der wilden Affen. Die kleine Fee war sehr froh von dem Schiff herunter zu kommen und auch dem kleinen Affen war es tausendmal lieber an Strand spazieren zu gehen als bei den Piraten zu sein. Außerdem und da waren sich Fee und Affe einig mochten sie keine gierigen Menschen und das waren die Piraten.
Als die Sonne begann am Horizont aufzugehen erreichten sie die Insel. Sie waren ein wenig um die Insel herum gerudert ,damit sie nicht sogleich entdeck wurden, wenn es hell war. Die kleine Fee hatte ein schlechtes Gewissen, weil sie eines der Boote geklaut hatten und hofft inständig, das die Piraten genug Boote an Bord hatten falls sie in Not gerieten. Der kleine Affe machte sich da keine Sorgen, er freute sich nur seine Verwandte zu treffen und durch den dschungel zu streifen. Und weil sein Magen zu knurren begann, malte er sich aus wie wundervoll und schmackhaft die Früchte im Dschungel waren, die dort wuchsen. Ganz besonders hoffte er das es viele Bananen auf der Insel gab.. Die kleine Fee freute sich auf den Dschungel und fand es sehr aufregend hier zu sein, da sie noch nie im Dschungel gewesen war.
Sie stiegen aus dem Boot und zogen es an Land , wo sie es unter einigen Palmenblättern im Dschungel versteckten. Das war eine ganz schöne Arbeit und als sie beide damit fertig waren hatten sie einen Mordshunger. " Komm, kleine Fee," sagte der kleine Affe, "wir finden uns ein Frühstück.". Da gingen sie in den Wald hinein und schon bald entdeckten sie eine Palme an der Kokosnüsse wuchsen, und gleich darauf Bananen- und Orangenbäume, Papayas und Beeren. Überall wohin sie blickten sahen sie Früchte und das komischste an dem was sie sahen, war das diese Früchte in allen nur erdenklichen Farben zu wachsen schienen. Ja es gab Bananen in grün, in blau, in rot und sogar bunt gemusterte, die weiß und rosa gestreift waren. Der kleine Affe und die kleine Fee staunten nicht schlecht, aber sie hatten Hunger und so fragten sie nicht lang und langten zu. Der kleine Affe kletterte in die höchsten Bäume und brachte der kleinen Fee die wunderschönsten Früchte, und die kleine Fee flog in die höchsten Palmen und brachte dem kleinen Affen die buntesten Bananen. Mmmh, wie das schmeckte. Während sie aßen und sich freuten, sah die kleine Fee den kleinen Affen an, zu erst sehr erstaunt doch dann begann sie lauthals an zu lachen. Der kleine Affe aß gerade eine blau-rosa-gestreifte Banane und wunderte sich als die kleine Fee so laut anfing zu lachen. Lachte sie etwa über ihn? "Pfhhhi,hi,hi,phihihi!" lachte die kleine Fee und hielt sich den Bauch," Aahahahafehehe, du siehst aus, wie eine Banane" Der Affe sah erstaunt an sich hinunter und konnte es kaum glauben, als er sah, das sein Fell wirklich blau-rosa-gestreift war. Da grinste der kleine Affe und freute sich, denn es tat ja nicht weh sondern war nur sehr bunt und anders. "Iss eine blaue Banane!" sagte er zu der Fee und reichte ihr eine Blaue Banane. Da aß die kleine Fee eine blaue banane und färbte sich blau ehe sie wusste wie ihr geschah. Sie spielten eine Weile mit den wundersamen Früchten und waren mal blau, mal rot mal lila während sie immer tiefer in den Wald hinein gingen. Die kleine Fee fand es sehr praktisch immer die gleiche Farbe wie der Hintergrund zu haben, da sie so keine Angst haben musste von wilden Tieren entdeckt zu werden. Aber plötzlich fiel ihr etwas ein, und dieser Gedanke gefiel ihr gar nicht. "ohh kleiner Affe, was tun wir nur? Sieh doch, es gibt keine Bäume, die uns unsere alte Farbe zurück geben könnten und ich möchte doch nicht für immer grün sein." Sie sah den kleinen Affen an, der gerade in eine Banane biss und sich lila färbte und prustete los, denn das verfärben war einfach zu komisch, als das man hätte ernst bleiben können, wenn man es sah. Der kleine Affe aber dachte nach, nach einer weile sagte er, " Ich weiss nicht wie wir unsere alte Farbe wieder bekommen, aber meine Ur-Ur-Urgroßäffin wird es sicherlich wissen. Alte Affen sind doch bekanntlich sehr schlau. Am besten wir finden sie und fragen um Rat." Nachdem der kleine Affe das gesagt hatte war die kleine Fee sehr erleichtert und freute sich das es alte Affen waren, die so unglaublich viel wußten. Und so machten sie sich schließlich auf den Weg zur alten Äffin.
Sie gingen viele Stunden lang um den Mittelpunkt der Insel zu erreichen. Sie kletterten durch das Unterholz des Dschungels und lauschten den Stimmen der Vögel, die um sie herum flatterten. Manchmal wenn der Wald um sie zu dicht wurde, um auf dem Boden weiter zu wandern, kletterte der kleine Affe in die Baumwipfel und die kleine Fee flog ein Stück vorraus um die Gegend zu erkunden.
Gegen späten Nachmittag entdeckte die kleine Fee eine grosse alte Tempelanlage vor sich in der Sonne aufblitzen. Aufgeregt flog sie zu dem kleinen Affen zurück, der gerade auf einem Baum saß und eine Verschnaufpause einlegte. Als die kleine Fee ihn erreichte rief sie ihm zu "Der Tempel liegt etwa eine Stunde von uns entfernt in Richtung der Sonne, du kannst von dem Baum heruntersteigen. Ein kleiner Pfad führt von hier direkt zu der Tempelstadt. Die Tempelstadt ist riesig und wunderschön und sie glitzert als wäre sie aus purem Gold." Daraufhin kletterte der kleine Affe von dem Baum hinab und wartete bis die kleine Fee neben ihm gelandet war. "Ohh, kleine Fee," sagte er," Ich bin sehr aufgeregt. Denkst du die anderen Affen freuen sich uns zu sehen?" Das wußte die kleine Fee nicht aber sie hoffte es sehr. Sie wollte den kleinen Affen jedoch nicht beunruhigen und so sagte sie nur "Ich freue mich immer, wenn ich dich seh und die alte Dame wäre sehr unhöflich würde sie das nicht tun." So nahmen sie sich ein wenig aufgeregt an der Hand und wanderten den kleinen Pfad zur Tempelstadt entlang. Während sie so wanderten summte der kleine Affe ein Lied das ihm seine Mutter ihm gelehrt hatte. Es war ein sehr altes Lied und kaum einer kann sich daran erinnern. Nur der kleine Affe wusste den Text aber er hat ihn mir nicht verraten.
Nach einer Weile tauchte am Wegesrand eine kleine Hütte auf und der Wald um sie herum wurde lichter und lichter. Vor der kleinen Hütte saß ein alter Affe, desen Fell schon grau geworden war. Neben ihm stand ein Stock auf dem er sich beim Gehen stützen konnte. Die kleine Fee betrachtete den alten Affen ehrfürchtig. Sie war sich sicher das er schon sehr alt war und deswegen ganz besonders klug. Noch nie hatte sie einen solch weise dreinblickenden Affen gesehen.
Als sie auf den Affen zugingen schaute er sie aus großen schwarzen Augen aufmerksam an und lächelte ihnen zu. "Lieber weiser Affe," sagte der kleine Affe als sie endlich vor ihm standen, "Wir sind sehr lange gewandert um hierher zu gelangen und vielleicht könnt ihr uns helfen. Wir suchen die Königen dieses Reiches. Wollt ihr uns vielleicht den Weg zu ihr weisen? Wie ihr seht haben die Früchte des Waldes unser Fell verfärbt und so hoffen wir von der Königin Hilfe zu bekommen." nachdem der kleine Affe seine Bitte vorgetragen hatte, sah der weise Affe sie lange an und um seine Mundwinkel lag ein geheimnisvolles Schmunzeln, dann sagte er mit tiefer und bedächtiger Stimme, " Nun seid ihr endlich gekommen, kleiner Prinz. Wir haben lange auf Euch gewartet und immer wieder an Euch gedacht. Auch unsere Königin erwartet Euch bereits und ich bin mir sicher sie freut sich Euch zu sehen. Auch ich freue mich Euch zu sehen. Ich werde Euch gerne zu dem Palast im innneren der Tempelstadt begleiten." bei diesen Worten ergriff der Alte seinen Stock und erhob sich mit einem leichten Seufzen. "kommt ihr beiden es ist nicht sehr weit." Die kleine Fee und der kleine Affe folgten ihm verwundert, sie wussten nicht so recht was sie von der Sachen halten sollten. Wieso erwartete man sie bereits? Wieso schien man zu wissen das sie kommen sollten? Und wieso sprach der weise Affe den kleinen Affen mit "kleiner Prinz" an? Sie hatten sehr viele Fragen, hielten es jedoch für besser abzuwarten was geschah. Trotz der Verwechslung, und es mußte sich eindeutig um eine Verwechslung handeln, fanden sie den alten Affen, auch wenn er etwas merkwürdig war vertrauenswürdig und freundlich. So folgten sie ihm. Die kleine Fee fand , das es ein sehr netter alter Affe war, den sie da getroffen hatten.

Auf dem Weg zum Palast sahen sie viele andere Affen, die in kleinen Hütten, Häusern und selbstgebauten Baumhäusern in allen erdenklichen Formen lebten. Auch Hängematten hingen in bunten Farben zwischen den Bäumen herum. Viele Affen winkten ihnen zu und lachten dabei. Der kleine Affe summte, als sie so gingen das Lied, das ihm seine Mutter beigebracht hatte. Bald standen sie vor einem riesigen Haus aus Stein. Es war ein sehr altes Haus und weit und breit das größte das es zu sehen gab. Der alte Affe öffnete die Große Eichentür, die mit allerlei Schnitzereien verziehrt war sagte "Kommt herein, wir sind da."
Sie traten in eine große Halle an deren Seiten Statuen mit Fackeln in den Händen standen. Sie trugen die Gesichter von Affen. Am Ende der Halle stand ein kleiner, steinernder Thron auf dem eine kleine Äffin saß. Obwohl sie sehr leise sprach, klang ihre Stimme laut und hallte bis ans Ende der Halle, als sie sagte, "Trettet näher ihr beiden. Es freut mich außerordentlich Euch zu sehen. Ich bekomme nicht oft Besuch und..." seuftze sie. "es ist sehr langweilig tagein, tagaus hier zu sitzen und Königin zu sein." Die kleine Fee und der kleine Affe traten näher und wunderten sich ein wenig als sie bemerkten, das die Königin noch sehr jung wirkte und kaum älter zu sein schien als sie beide. Als sie vor dem Thron standen waren sie sehr verunsichert, denn sie wußten nicht wie sie sich einer Königin gegenüber zu verhalten hatten. Als sie gerade niederknien wollten, sagte die Königin, " Nein , kniet nicht nieder, ihr seid doch meine Freunde und ich halte nicht viel von dem Getue. Wißt ihr die ganze Welt macht immer so ein Getue um mich, weil es etwas sehr besonderes ist die Königin zu sein und deswegen ist es manchmal schwer ein normales Gespräch zu führen. Das vermisse ich sehr." Die Königin seuftzte und mit einmal tat es dem kleine Affen sehr leid, das sie eine Königin war und keine Freunde hatte. " Es tut mir sehr leid davon zu hören und natürlich sind wir sehr gerne mit ihnen befreundet Frau Königin. aber sagt mal, seid ihr, ähh bist du wirklich die alte Königin, meine Ur-Ur-Urgroßäffin? Ich meine ihr wirkt sehr jung." die Königin lächelte über diese Frage..., "Ja wißt ihr den nicht das die Affen des Wilden Stammes und dazu gehörst auch du kleiner affe, nun ja wie sind immer so alt wie wir sein wollen. Aber nun setzt euch erstmal und lasst uns Tee trinken." Sie klatschte in die Hände und zwei Affen trugen ein großes und sehr bequemes Sofa herein und kurz darauf folgte ein Tablett mit Kuchen und Tee, der wundervoll duftete. Dann begann die Königin zu erzählen und die kleine Fee und der kleine Affe lauschten gespannt und ihre Augen wurden dabei vor Staunen immer größer und größer. Die Königin erzählte:" Zuallerst, kleiner Prinz, ja ich bin die die du suchst, deine Ur-Ur-Urgroßäffin. Wir alle haben lange auf dich gewartet, denn eine alte Sage hat uns dein Kommen und das deiner kleinen Freundin vorrausgesagt. Du bist der Erbe meines Reichs und mein Thronnachfolger. Die Sagen der wilden Affen besagen das eines Tages ein kleiner Affe mit seiner zauberhaften Gefährtin kommen wird. Er wird bunt gefärbt von den Früchten des Waldes sein, ebenso wie seine kleine Freundin. Und er wird unsere Hilfe brauchen, so wie wir seine Hilfe brauchen um die Insel der wilden Affen zu retten. Er ist ein Urahne von mir doch er lebt in einer anderen Zeit in einer anderen Welt. Das mag auch der Grund sein warum wir heute fast gleich alt erscheinen. Die wilden Affen werden sehr alt, müsst ihr wissen. Der alte Affe der euch hergebracht hat ist schon fast 750 Jahre alt." Sie gluckste und die beiden sahen sich um. Sie hatten den alten Affen fast vergessen, aber als sie jetzt in die große Halle blickten war er nirgends zu sehen. Die Königin fuhr fort zu erzählen: " Wißt ihr das niemand, der nicht von den Sternen ausgewählt ist, es schafft zu dem Inneren der Insel vorzudringen. Viele haben es versucht und sind gescheitert. Sie sagen auf der Insel liegt ein Fluch. So ist es nicht, aber die Insel wird von einem alten Zauber geschützt. wir wissen es wann immer jemand die insel betritt und der Dschungel verdichtet sich dann so sehr, das für jene, die uns nicht ereichen sollen kein durchkommen mehr ist. Viele von ihnen finden nichts zu essen, so wie ihr es gefunden habt und sie verlassen die Insel bald wieder oder sie sterben." "Das ist ja schrecklich!" rief die kleine Fee und sie fragte sich was wohl mit den Piraten geschehen war. Denn auch wenn die Piraten ihr grob und gierig erschienen waren, wünschte sie ihnen doch alles Gute. "Nein, kleine Fee, so schrecklich ist das nicht." sagte die Königin "Nur jene, die gierig auf Gold sind oder versuchen Tiere in unserem Dschungel zu jagen, jene die versuchen einen wilden Affen zu fangen und ihn entführen wollen um ihn in den Zoo zu stecken , sterben im Dschungel. Nur so sind wir geschützt. Verstehst du das, kleine Fee? Nur wer in in böser Absicht kommt, verlässt die Insel ohne sein Ziel erreicht zu haben. Wer als Freund zu uns kommt und ein gutes Herz hat, der erreicht das Innere der Insel und findet uns." Die kleine Fee verstand nun das es der Dschungel war, der die wilden Affen schützte und sie wußte nun auch das es die Affen sehr traurig machte wenn jemand im Dschungel starb. Sie wußte auch das die Menschen oft Tiere in den Zoo sperrten und gierig auf ihre Zauberkraft waren, wenn sie sie sahen. Nur die Kinder waren da anders.
"Aber, liebe Königin" sagte da der kleine Affe. " Ihr habt gesagt das ihr unsere Hilfe braucht. Unser Fell hat die Farbe gewechselt und es stimmt das wir hoffen das ihr uns helfen könnt. Aber womit können wir Euch dienen, wenn der Dschungel euch doch so gut schützt?" fragend sahen sie die Königin an und diese antwortete: " Wißt ihr, ihr könnt mir helfen und ich Euch. Das ist ganz einfach. Von Zeit zu Zeit muss der Zauber, der die Insel schützt erneuert werden. Damit er seine Kraft behält, bedarf es eines kleinen Zaubers. Der kleine Zauber besteht darin, diejenigen, die mit gefärbten Fell in den Tempel kommen zurück zu verwandeln. So werdet ihr Eure alte Farbe wiederbekommen und die Insel wird einen neuen Schutz haben." "Au fein!" riefen da der kleine Affe und die kleine Fee. " Das ist ja ganz einfach und wir helfen Euch gern."
Da klatschte die Königin in die Hände und der alte Affe erschien mit einer großen Kiste. Fast sah die Kiste ein wenig aus wie die Zauberkiste der kleinen Fee und die kleine Fee merkte, das sie sich ein wenig nach zu Hause sehnte.
"Eine Frage habe ich noch, Frau Königin." sagte der kleine Affe. "Ihr habt mich kleiner Prinz genannt und gesagt das ich der Erbe eures Thrones sei. Bedeutet das das ich einmal König werde? Und heisst das , das ich für immer hier bleiben muss?" Erschrocken sah die kleine Fee den kleinen Affen an und ergriff seine Hand. Daran hatte sie nicht gedacht. "Ja und Nein." sagte die Königin, "Du bist mein Erbe und eines Tages wirst du mein Königreich übernehmen, aber bis dahin kannst du gehen wohin du willst und hierher kommen wann immer du möchtest. Du natürlich auch kleine Fee. Außerdem sagte ich doch bereits das wir Affen sehr alt werden" "Nun dann ists ja gut" sagte der kleine Affe. "Ich hätte die kleine Fee nämlich nur ungerne Allein gelassen. Besonders bei Regen wäre das nicht gut. Aber wenn es noch sehr lange dauert, will ich gerne eines Tages zurückkommen und Euer König sein."
Die kleine Fee fand das hatte der kleine Affe sehr schön gesagt und er sah auch schon so richtig, wie ein kleiner Prinz aus.
Dann öffnete der alte Affe die Kiste und nahm einen goldenen Zauberstabt heraus, der mit allerlei Zeichen verziert war und am obersten Ende einen Kristall trug. " Was müssen wir nun tun?" fragte der kleine Affe. "Erinnerst du dich noch an das Lied, das deine Mutter dir immer vorgesungen hat?" fragte die Königin. Natürlich erinnerte sich der kleine Affe an das Lied. Er hatte es ja eben erst auf dem Weg zum Palast vor sich hingesummt. Er nickte. "Wir müssen das Lied gemeinsam singen." So sangen die Königin und der kleine Affe das Lied gemeinsam und die kleine Fee und der alte weise Affe hörten bedächtig zu. Es war sehr schön das alte Lied zu hören. als sie zuende gesungen hatten, fing der Kristall auf dem Zauberstab an zu leuchten und das Leuchten wurde immer heller und heller. So hell das die umherstehenden die Augen schließen mussten. Als sie nach einer Weile die Augen wieder öffneten rief die kleine Fee erfreut:" Kleiner Affe, du siehst wieder genauso aus wie früher" "Du auch!" rief der kleine Affe und sie fielen sich um den Hals und tanzten in der großen Halle umher. Der alte Affe und die Königin tanzten auch ein wenig.
Der kleine Affe und die kleine Fee blieben noch einige Tage bei der Königin. Doch eines Tages wachte die kleine Fee auf und sagte:" kleiner Affe, ich möchte so gerne nach Hause." "Gut." sagte der kleine Affe "Lass uns gehen." Und so gingen sie zu der Königin und dem alten Affen und sagten Aufwiedersehen und die Königin sagte " Besucht uns bald mal wieder." dann nahm die kleine Fee etwas Zauberstaub aus ihrem Beutel und sagte "Lange Reise, ohne Pause. Zauberstaub bring uns nach Hause!".
Sie schlossen die Augen und als sie sie wieder öffneten, waren sie in ihrem kleinen Zimmer auf dem Dachboden. Als die kleine Fee aus dem Fenster blickte, rief sie "Guck kleiner affe, die Sonne scheint und dort ist ein Regenbogen!" Aber der kleine Affe hörte sie nicht, denn er war viel zu sehr damit beschäfftigt seine Muscheln in kleine Haufen zu ordnen.

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